Nuggets ausgeschaltet: timberwolves dominieren und ziehen weiter!
Denver hat bitter die Segel streichen müssen. Die Minnesota Timberwolves haben die Nuggets in einer beeindruckenden Serie mit 4:0 aus dem Rennen um die Meisterschaft geworfen und stehen nun im Conference-Halbfinale. Eine Demütigung für die Titelanwärter aus Colorado, die frühzeitig den Traum vom erneuten Titel platzen lassen mussten.
Murray fehlt die führung: denver ohne richtung
Die Denver Nuggets hatten schlichtweg keine Antwort auf die Timberwolves. Während Nikola Jokic zwar mit 28 Punkten, neun Rebounds und zehn Assists alles versuchte, blieb sein Engagement zu oft isoliert. Cameron Johnson konnte mit 27 Punkten, fünf getroffenen Dreiern, acht Rebounds und drei Assists einigermaßen mithalten, doch er konnte die Decke nicht allein halten. Die Führung, die ein Team in einer solchen Situation braucht, blieb auf der Strecke. Jamal Murray, der eigentlich zum erweiterten Führungsgefüge gehört, lieferte eine erschreckende Vorstellung. Seine 4/17 Trefferquote unterstreicht die Misere. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit Murray auf dem Feld war Denver das schwächste Team im gesamten Kader (-18).
Nach dem Spiel erklärte Murray selbst bedauernd: „Wir hatten Führungspersönlichkeiten, aber heute waren sie einfach nicht auf dem Platz. Ein Leader muss sich zeigen, wenn es darauf ankommt.“ Ein bezeichnendes Statement, das die tieferliegende Problematik offenbart.

Mcdaniels stiehlt die show: timberwolves mit beeindruckender leistung
Auf der anderen Seite brillierte Jaden McDaniels mit einer herausragenden Leistung. Mit 32 Punkten, 13 von 25 Treffern, zehn Rebounds und drei Assists führte er die Timberwolves zum Sieg und ins Conference-Halbfinale. Die Timberwolves zeigten als Team eine beeindruckende Geschlossenheit. Anthony Edwards und Donte DiVincenzo waren ebenfalls wichtige Säulen der Mannschaft, obwohl letzterer für den Rest der Saison ausfällt. Chris Finch musste zudem auf Ayo Dosunmu verzichten – ein Umstand, der den heutigen Sieg noch wertvoller macht.
Rudy Gobert war ebenfalls enorm wichtig. Er verpasste knapp einen weiteren Triple-Double mit zehn Punkten, 13 Rebounds und acht Assists. Seine defensive Präsenz mit zwei Blocks sorgte dafür, dass Jokic nicht in seinen Rhythmus kam. Terrence Shannon Jr. (24 Punkte) und Julius Randle (18 Punkte) komplettierten das erfolgreiche Bild der Timberwolves.

Kurioser zwischenfall am ende
Das Spiel endete mit einem hitzigen Zwischenfall: Nikola Jokic und Jaylen Clark gerieten aneinander und tauschten verbale und körperliche Auseinandersetzungen aus, bevor sie von ihren Teamkollegen getrennt werden konnten. Ein unnötiger Nebenschauplatz in einer ansonsten klaren Angelegenheit.
Die Timberwolves haben sich eindrucksvoll für die nächste Runde qualifiziert und demonstriert, dass sie eine ernstzunehmende Kraft im Rennen um die Meisterschaft sind. Denver hingegen muss sich in den kommenden Wochen neu justieren und die Frage beantworten, wie das Team in Zukunft mit der Abwesenheit einer klaren Führungspersönlichkeit umgehen wird. Die Timberwolves hingegen sind bereit für die nächste Herausforderung - ein Duell gegen die San Antonio Spurs und den jungen Star Victor Wembanyama.
