Nordderby mit ansage: kiel jagt flensburg in der champions-league-zone
Der THW Kiel darf heute Abend erneut das Handball-Feuerwerk zünden – und muss. Nach dem 29:25 gegen die HSG Wetzlar am Dienstag wartet um 20 Uhr mit der SG Flensburg-Handewitt der nächste Nordrivale. Fünf Punkte liegen zwischen den Königsblauen und dem Tabellenzweiten. Verliert Kiel, wird die Lücke zu den internationalen Plätzen beinahe unüberbrückbar.
Abstiegsgrollen in minden: gwd gegen wetzlar – ein finale vorzeitig
19 Uhr, Halle an der Besselstraße: GWD Minden und die HSG Wetzlar trennen nur vier Zähler auf den Rängen 16 und 18. Wer heute verliert, rutscht tiefer in den Strudel. Beide Teams haben in dieser Saison schon bewiesen, dass sie Topleistungen abrufen können – nur nicht regelmäßig. Die Frage ist nicht, wer will, sondern wer traut sich.
Flensburg reist mit Selbstvertrauen: Die SG gewann fünf der letzten sechs Ligaspiele, kassierte dabei nur 24,7 Gegentore pro Partie. Kiels Deckung dagegen schwankt zwischen Weltklasse und Nachlässigkeit. Niklas Landin wird gebraucht – nicht nur als letzte Bastion, sondern als Anführer, der die Reihe früh versammelt.

Zweite liga: bietigheim will spitzenreiter-airport nicht räumen
Die SG BBM Bietigheim empfängt den TuS Ferndorf als klarer Favorit. 41:21-Tore-Differenz nach 23 Spielen – das ist keine Statistik, das ist eine Ansage. Ferndorf kam in den vergangenen Wochen nur dank Comebacks zu Punkten. Gegen Bietigheims Tempo-Züge reicht ein schwacher Viertel keine Aufholjagd.
Gleichzeitig duellieren sich VfL Lübeck-Schwartau und TuS N-Lübbecke im Mittelfeld. Beide Klubs haben die Play-offs vor Augen, doch schon zwei Niederlagen in Serie würden die Saison plötzlich in Richtung Abstiegszone kippen. Wer heute zittert, muss morgen sprinten.

Pokal-halbfinals der frauen: stuttgart wird zur gluthölle
16:30 Uhr rollt der Ball im Porsche-Arena. Thüringer HC gegen HSG Bensheim/Auerbach – ein Duell auf Augenhöhe, das in den vergangenen Jahren stets mit Extra-Time endete. Ab 19 Uhr treffen Borussia Dortmund und HSG Blomberg-Lippe aufeinander. Der Taktgeber: Diana Löwe (Dortmund) traf in dieser Pokalsaison bereits 42 Mal. Blombergs Antwort heißt Emily Bölk, erst 23 Jahre alt, aber schon jetzt Kapitänin mit Einschlag.
DF1 überträgt beide Partien live – und das ist kein Zufall. Die Einschaltquoten der Frauen-Pokalfinals knacken seit Jahren Rekorde. Sponsoren buchen früh, Fans kaufen spät. Der Handball-Markt hat verstanden: Stars tragen keine Nummern, sondern Geschichten.
Live geht es auch in Dänemark, Spanien, der Schweiz, Österreich und Frankreich – insgesamt 18 Partien an einem einzigen Samstag. Die Liga der Ligen nennt das Programm, wir nennen es Handball-Herzinfarkt. Wer heute nicht einschaltet, verpasst den Moment, in dem sich die Saison endgültig entscheidet.
