Noa lang lacht nach horror-finger: op erledigt, galgenhumor aktiv
Die Werbebande war hart, der Daumen ist hin. Doch Noa Lang lacht trotzdem – 24 Stunden nach der Schrecksekunde von Anfield, in der sein Blut über das Kunstrasen lief, posiert der Galatasaray-Flügler mit zwei Pflegerinnen im Whiston Hospital und grinst breit.
„Shit happens“, schreibt der Niederländer unter das Selfie, das er am Donnerstagabend in seiner Instagram-Story postet. Die Klinikleuchte spiegelt sich in seinem Augäpfelchen, das Herzchen-Emoji wirkt wie ein Schlag ins Gesicht des Schicksals. Die Operation – laut Verein ein „tiefer Schnittwund“ – ist längst gelaufen, die Reha steht an, doch Lang macht schon mal klar: Er wird nicht jammern.
Van dijk verteidigt anfield – und wünscht oranje-comeback
Was genau den Daumen zerfetzte, untersucht jetzt der FC Liverpool. Die Bande hinter dem Tor ist aus Metall und Plexiglas, der Rasen darum liegt tiefer als der Rest – eine Konstruktion, die in England Standard ist, aber Fremdkörper bleibt. Virgil van Dijk, Reds-Kapitän und Landsmann, schiebt schon mal einen Schutzschild vor sein Stadion: „Ein Unfall, mehr nicht. Das Stadion ist nicht schuld.“ Und dann der Satz, der Langs Herz höherschlagen lässt: „Ich hoffe, er steht in den Oranje-Testspielen wieder auf dem Platz.“
Die Niederlande testet in drei Tagen gegen Spanien, vier Tage später gegen Österreich. Ob Langs frisch genähte Sehne das mitmacht, ist offen. Die türkische Klubführung spricht von „mindestens drei Wochen Pause“, doch Nationaltrainer Ronald Koeman wartet auf das endgültige Okay des Liverpooler Klinikarztes.

Galatasaray bangt um cl-traum – ersatz steht bereits
Für Galatasaray ist der Ausfall ein Zahnstocher im Getriebe. Mit Lang war die Offensive in dieser Saison sieben Mal in der Champions League direkt beteilgt – Tore oder Assists. Ohne ihn droht der Rückfall in die Routine, in der Mauro Icardi und Kerem Aktürkoglu allein die Durchschlagskraft suchen müssen. Trainer Okan Buruk testet schon in der Trainingseinheit am Freitag Dries Mertens auf dem linken Flügel – eine Notlösung, die funktionieren könnte, weil der Belgier dieselbe Innenverteidigung spielt wie Lang: schnell, dribbelstark, unangenehm.
Lang selbst hat andere Sorgen. Er muss lernen, wieder zu greifen. Die Physiotherapeuten haben ihm einen silbernen Daumenorthese verpasst, die aussieht wie ein Mini-Knight Rider. „Erste Etappe geschafft“, sagt er in die Kamera, und man glaubt ihm, dass er in zwei Wochen schon wieder Trab-Anfang macht. Denn wer „Shit happens“ sagt, der hat das nächste Spiel schon im Kopf.
