Nkunku bangt gegen hojlund-phantom: jetzt droht ihm der nächste knick

Christo Nkunku trägt 37 Millionen Euro auf dem Rücken, aber im Kopf schwebt ein Däne. Seit August verfolgt ihn Rasmus Hojlund wie ein Gespenst – und je länger der Franzose ohne Tor bleibt, desto lauter wird das Echo aus dem Sommermärchen, das nie stattfand.

Die 40-millionen-frage, die mailand nicht beantwortet

Der AC Milan hatte die Chance. Hojlund, damals noch in Atalanta, war für 40 Millionen zu haben. Die Verhandlungen zogen sich bis zum 20. August, dann zögerten die Rossoneri. Der Napoli war schneller, zahlte sechs Millionen Leihgebühr plus 44 Millionen Pflichtkauf – und holte sich die Champions-League-Tore, die Mailand heute fehlt. Nkunku landete stattdessen bei Juventus, und die Rechnung ist ernüchternd: fünf Treffer in 1.000 Minuten, elf Starts, 13 Einwechslungen, keine Spur von Kontinuität.

Die Statistik lügt nicht. Seine Torquote pro Minute ist sogar besser als die von Hojlund. Aber Zahlen zählen nur, wenn sie Titel bringen. Und da steht Juve vor dem Problem: Wer spielt neben Pulisic? Leao lahmt bei 60 Prozent Fitness, Füllkrug schwankt zwischen Joker und Bankdrücker, Santi Gimenez ist zurück, aber noch kein Faktor. Nkunku bekommt die Chance im Maradona-Stadion – und mit ihr die Bühne, endlich das Phantom zu verscheuchen.

Füllkrug und das déjà-vu der verpassten neun

Füllkrug und das déjà-vu der verpassten neun

Nicklas Füllkrug begann mit einem Assist-Hattrick gegen Florenz und einem Siegtor gegen Lecce. Seitdem ist sein Kurve abgestürzt: verschossener Elfmeter gegen Pisa, Bank gegen Turin, Fragezeichen hinter der Kaufoption. Milan wird wieder einen neuen Stürmer suchen, wie im Sommer, wie im Januar 2025. Die Geschichte wiederholt sich, nur die Namen wechseln.

Allegri weiß: Wer in Neapel nicht trifft, verliert mehr als zwei Punkte. Er verliert den Anschluss an die Titelrennen – und vielleicht auch das letzte Stück Glauben an die eigene Transferstrategie. Nkunku kann diesen Abend zum Befreiungsschlag nutzen oder endgültig zur Fußnote werden. Der Franzose hat 90 Minuten, um Hojlund aus den Köpfen zu löschen und Deschamps‘ Stift auf dem französischen Formular wieder sichtbar zu machen. Sonst bleibt nur der Sommer, und der ist in Mailand oft grausam.