Niners verspielen 10-punkte-führung und kassieren in vechta k.o.
Die Niners Chemnitz haben sich in der Basketball-Bundesliga erneut selbst um den Lohn gebracht. Bei Rasta Vechta verschenkten die Sächsinnen in einem wilden Finish eine 71:61-Führung und verloren am Ende 78:80.
Amadou Sow traf fünf Körbe hintereinander, Philipp Herkenhoff versenkte einen Dunk – die Chemnitzer wirkten 25 Minuten lang wie das klar bessere Team. Doch was dann folgte, war ein Kollaps, der sich mit bloßem Auge ansehen ließ: Vechta drehte die Partie mit einem 19:7-Run binnen fünf Minuten, während die Gäste plötzlich jeden zweiten Wurf klatschten und die letzten fünf Freiwürfe vergaben.

Rodrigo pastore sieht systembruch statt pech
Trainer Rodrigo Pastore schüttelte nach Abpfiff nur den Kopf: „Wir haben die richtigen Wurfentscheidungen getroffen, aber das System war nicht mehr da.“ Die Statistik gibt ihm recht: Nur 24 Prozent aus der Distanz, 14 Ballverluste im letzten Viertel, kein einziger Offensivrebound in der Crunch-Time.
Die Niederlage lässt Chemnitz auf Rang elf rutschen – zwei Siege hinter Platz acht, der als letztes Ticket für die Play-offs gilt. Mit noch sieben Spielen auf dem Zettel müssen Pastores Spieler nun fast jeden zweiten Sieg einfahren, wollen sie nicht bereits Mitte April in die Ferien fahren.
Am Sonntag geht es gegen Göttingen, das sich selbst mit dem Rücken zur Wand sieht. Für die Niners ist das kein Trost, sondern ein Alarm. Denn wer so leichtfertig Zehn-Punkte-Polster verschenkt, verspielt nicht nur Spiele – sondern am Ende auch eine ganze Saison.
