Nilsen warnt inter: bodo/glimt ist gefährlicher, als man denkt
- Ehemaliger milan-verteidiger nilsen warnt vor der unterschätzung von bodo/glimt
- Erinnerungen an seine zeit beim ac mailand
- Wie er zum tor kam: eine glückliche fügung
- Fabio capello und die strenge diät
- Warum er den fußball verließ und jetzt als ceo arbeitet
- Bodo/glimt: mehr als nur eine mannschaft
- Das geheimnis des erfolgs: zusammenhalt und talente
- Hauge: ein talentierter spieler mit berliner vergangenheit
- Ein vergleich: bodo/glimt und sassuolo
- Kann inter das ruder noch herumreißen?
Ehemaliger milan-verteidiger nilsen warnt vor der unterschätzung von bodo/glimt
Steinar Nilsen, 53, der ehemalige Milan-Verteidiger und erste norwegische Spieler in Diensten des AC Mailand, warnt Inter Mailand vor einer Unterschätzung von Bodo/Glimt. In einem Interview mit der Gazzetta dello Sport betonte er, dass die Mannschaft aus Norwegen eine ernstzunehmende Herausforderung darstellt, auch auswärts. “Wenn ihr Bodo/Glimt unterschätzt, seid ihr verloren. Nicht nur dort, sondern überall”, so Nilsen.

Erinnerungen an seine zeit beim ac mailand
Nilsen begann seine Erzählungen mit einer Anekdote über seine Zeit in Mailand. Er erinnerte sich an sein Tor im Derby della Madonnina gegen den AC Mailand im Jahr 1998. “Es war ein Freistoßtor, wir gewannen 5-0. Aber lustig war etwas anderes: An diesem Tag habe ich mir das Meniskusband gerissen, verursacht durch ein Foul von Ronaldo. Ich war einer der wenigen, vielleicht der einzige, der sich durch ein Foul des Phänomens verletzt hat.”

Wie er zum tor kam: eine glückliche fügung
Auf die Frage, warum er den Freistoß schießen durfte, antwortete Nilsen: “Ich hatte im Training bei Milanello einen guten Eindruck hinterlassen. Ich übte Standardsituationen zusammen mit Albertini und Boban und traf gut. An diesem Tag hatte ich einfach Glück, und der Ball landete im Winkel. Am Ende des Trainings sagte man mir, ich würde im Derby einen Freistoß schießen. Ich sagte: “Darauf verlasse ich mich.” Und sie haben ihr Versprechen gehalten.”

Fabio capello und die strenge diät
Nilsen erzählte auch von seiner Beziehung zu Trainer Fabio Capello. “Er setzte mich sofort auf Diät. Ich war 25 Jahre alt, kam aus der norwegischen Liga und sprach kein Italienisch. “Du musst abnehmen, sonst spielst du nicht”, sagte er. Ich erinnere mich noch an seine Wutausbrüche. Einmal bekam ich eine Standpauke, weil ich im Training immer auf den ersten Pfosten flankte, flach und niedrig. Er wollte, dass ich den Ball auf den Kopf von Kluivert brachte. Ich verstand kein Wort Italienisch, ich konnte es nicht wissen.”

Warum er den fußball verließ und jetzt als ceo arbeitet
Nach seiner aktiven Karriere arbeitete Nilsen als Trainer, unter anderem bei Tromsø IL, seiner Heimatstadt. “Ich habe die Trainerarbeit genossen. Ich war stolz darauf, Tromsø zu trainieren. Aber am Ende habe ich einen anderen Weg eingeschlagen und bin glücklich damit. Ich sage nicht, dass eine Rückkehr in den Fußball mir nicht gefallen würde, aber im Moment bin ich zufrieden. Wer weiß, was die Zukunft bringt…”
Bodo/glimt: mehr als nur eine mannschaft
Nilsen beschrieb Bodo/Glimt als eine eingeschworene Gemeinschaft. “Man sollte sie nicht unterschätzen, auch nicht auswärts. Sie haben dieses Jahr bereits Atlético Madrid geschlagen. Im Aspmyra Stadion haben sie definitiv einen Vorteil. Der Ball läuft schneller, das Spielfeld ist kleiner und das Klima spielt natürlich auch eine Rolle. Sogar in Norwegen, wo die Mannschaften daran gewöhnt sind, gewinnt man dort nicht oft.”
Das geheimnis des erfolgs: zusammenhalt und talente
“Ich würde sagen, es ist die Einheit, die Gruppe, das sorgenfreie Spiel und der Beweis, dass sie stark sind. Vor ein paar Jahren waren sie noch wie jede andere Mannschaft, jetzt sind sie der wichtigste Verein des Landes. Bodo/Glimt ist eine kleine Familie, die Schritt für Schritt gewachsen ist. Sie leben von Transfers und einer starken Jugendarbeit. Und dann ist da noch Knutsen, ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. Ohne ihn wäre Bodo/Glimt wahrscheinlich nicht so weit gekommen.”
Hauge: ein talentierter spieler mit berliner vergangenheit
Über Jens Petter Hauge, der ebenfalls beim AC Mailand spielte, sagte Nilsen: “Ich habe mich in gewisser Weise in ihm wiedergefunden. Ich kam von Tromsø, er von Bodo/Glimt, zwei blonde Jungen, die im Eis und in der Arktis aufgewachsen sind. Er ist der talentierteste Spieler, aber, wie ich bereits sagte, ist das Geheimnis der gesamte Kader. Er, Berg, Fet, Hogh, Bjorkan. Sie sind stark, weil sie zusammenhalten.”
Ein vergleich: bodo/glimt und sassuolo
Auf die Frage, mit welcher italienischen Mannschaft Bodo/Glimt vergleichbar sei, antwortete Nilsen: “Vielleicht mit Sassuolo, einem soliden Verein, der eine Familie schaffen kann. So wie es bei Bodo/Glimt der Fall ist.”
Kann inter das ruder noch herumreißen?
“Ich antworte so: 90 Minuten in San Siro sind sehr lang. Wie im Bernabeu…”
