Nika prevc schlägt zu, katharina schmid fliegt sich in die herzen
Planica – Nika Prevc feierte im Blauen Monster von Planica den ersten Weltcup-Sieg über die Flugschanze, doch der Tag gehörte einer Deutschen. Katharina Schmid schloss ihre Karriere mit Tränen, Sektdusche und Platz 13 ab – und strahlte dabei heller als die Slowenin auf dem Podest.
Prevc vor kvandal und maruyama – dsv-trio kommt nicht ran
Die 19-jährige Slowenin setzte sich mit 872,5 Punkten vor Eirin Maria Kvandal (849,5) und Nozomi Maruyama (827,0) durch. Die deutschen Fliegerinnen Agnes Reisch, Juliane Seyfarth und Schmid landeten auf den Rängen 9, 11 und 13 – zu weit weg, um die Prevc-Show zu stören. Deren Bruder Domen hatte ihr im Vorjahr noch die Technik geschliffen, nun half er als Co-Trainer aus dem Auslauf – und sah, wie Nika die 240 Meter-Marke knapp verfehlte.
Die 17.000 Zuschauer in der Arena zollten Respekt, applaudierten aber erst richtig, als Schmid die Schanze hinunterglitt. Ihr Abschlag war nicht der längste, doch die Landung sauber – und das reichte, um sich in die Arme von Teamkollegen und Bruder Matthias fallen zu lassen. „Geil“ war das einzige Wort, das sie noch herausbrachte, bevor die Sektkorken knallten.

Kein gold, aber sieben mal wm – schmid wird zur trainerin
19 Weltcup-Siege, sieben Weltmeistertitel, zweimal Olympiasilber – nur das Gold blieb der Allgäuerin versagt. Die Fahne bei der Eröffnung von Cortina 2026 wird sie nicht mehr tragen, dafür jetzt die des SC Oberstdorf. „Ich will zurückgeben, was mir der Sport gegeben hat“, sagte sie und kündigte an, künftig Nachwuchs-Springerinnen auf die 240 Meter vorzubereiten. Der Abschied ist damit ein Neuanfang – und Planica der perfekte Absprung.
