Nierenstein stoppt van veen – van gerwen rutscht kampflos ins halbfinale

Gian van Veen schläft nicht im Hotel, sondern auf Nephrologie. Am siebten Premier-League-Donnerstag fehlt der fliegende Holländer – und das, während seine Konkurrenten um 20.000 Pfund Preisgeld und vier Tabellenpunkte zocken.

Van veens nachtschicht auf station 7

Van veens nachtschicht auf station 7

Die Diagnose kam per CT, die Schmerzen waren unerträglich. Nierensteine, so groß wie ein kleiner Murmel, verpassen dem 24-Jährigen einen Strich durch die Rechnung. Statt auf der Oche in Dublin steht van Veen seit Mittwochabend an Infusionen, die PDC bestätigte die Einweisung am Donnerstagmorgen.

Die Konsequenz: Ein Freilos für Michael van Gerwen. Der fünfmalige Weltmeister spaziert ohne Dart in die Runde der letzten Vier und kassiert zwei Punkte geschenkt. Für van Gerwen, der vor der Partie auf Rang sechs lag, ist das ein Rettungsanker – für van Veen ein Verlust, der weh tut.

Die Tabelle lügt nicht. Van Veen hatte mit neun Punkten gerade noch die Play-off-Plätze im Blick. Jetzt bleibt seine Konkurrenz auf der Strecke, während er selbst im Bett liegen bleibt. Der Niederländer twitterte aus der Klinik lediglich: „Danke für die Nachrichten, ich komme stärker zurück.“

Der siebte Spieltag wird ohne ihn ausgetragen – und mit einem gewissen Beigeschmack. Denn das Freilos ändert nicht nur die Pairings, sondern die Psyche der Übriggebliebenen. Wer jetzt gegen van Gerwen verliert, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er ohne die Zwei-Punkte-Geschenke überhaupt in der Top vier gestanden hätte.

Die PDC kündigte an, dass van Veen bei der nächsten Runde in Liverpool wieder dabei sein soll – sofern die Steine bis dahin den Weg Richtung Ausgang gefunden haben. Bis dahin heißt es für den jungen Nederländer: Schmerzmittel, Warten, hoffen. Und für van Gerwen: Kasse machen, ohne zu treffen.