Niederberger fällt erneut aus: münchen muss auf olympia-torwart verzichten

Mathias Niederberger ist wieder verletzt – und das genau zum falschen Zeitpunkt. Der Nationaltorhüter des EHC Red Bull München hat sich eine Unterkörperverletzung zugezogen, fällt mehrere Wochen aus und wird seine Mannschaft in den letzten Hauptrundenspielen nicht zur Verfügung stehen.

Die ursache: ein harmloser schlag aufs bein

Der 33-Jährige wurde am Freitag im Spiel gegen die Grizzlys Wolfsburg (4:1) von einem Gegenspieler am Bein getroffen. Erst schien nichts Gravierendes passiert zu sein, doch die Untersuchung nach dem Spiel brachte eine alte Bekannte ans Licht: eine Unterkörperverletzung – dieselbe Diagnose, die ihn bereits Ende 2025 für Wochen lahmgelegt hatte.

Der Verein bestätigte den Ausfall am Dienstag. „Voraussichtlich mehrere Wochen“ werde München auf ihren Stammtorwart verzichten müssen, hieß es in der offiziellen Mitteilung. Für Niederberger ist es der zweite längere Ausfall in dieser Saison – und ein Schlag ins Kontor kurz vor den Playoffs.

München steht vor einem torwart-dilemma

München steht vor einem torwart-dilemma

Die Red Bulls sind bereits fürs Viertelfinale qualifiziert, doch mit zwei Spielen noch bis zum Start der Playoffs bleibt wenig Zeit, um Rhythmus und Sicherheit ins Tor zu bekommen. Back-up Danny aus den Birken steht bereit, doch Niederberger war in dieser Saison mehr als nur ein Schlussmann – er war die Konstante in einem sonst oft wechselnden Kader.

Mit 167 DEL-Einsätzen für München und einer Fangquote von 91,7 Prozent zählt Niederberger zu den besten deutschen Torhütern seiner Generation. Seine Erfahrung, seine Ruhe – und vor allem seine Präsenz im Kasten – sind für ein Team, das sich in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungspech herumschlagen musste, kaum zu ersetzen.

Die frage bleibt: warum wieder er?

Die frage bleibt: warum wieder er?

Es ist nicht das erste Mal, dass Niederberger mit Unterkörperproblemen ausfällt. Bereits im Winter hatte er sich dieselbe Verletzung zugezogen – und war erst im Februar zurückgekehrt. Jetzt das Déjà-vu. Für einen Athleten, der auf seine Beweglichkeit und Explosivität angewiesen ist, ist jede erneute Blessur ein Warnsignal.

Die sportliche Leitung wird jetzt abwägen müssen: wie viel Risiko ist vertretbar? Und wie viel Vertrauen haben sie noch in einen Torwart, der in den letzten zwölf Monaten mehr Zeit auf der Bank oder in der Reha verbracht hat als auf dem Eis?

Für Niederberger selbst ist der erneute Ausfall ein Schlag in die Magengrube. Er war Teil des Olympia-Kaders 2026 in Mailand und Cortina, hatte sich auf die Playoffs vorbereitet – und nun dies. Die Saison ist für ihn vorbei, bevor sie richtig begonnen hat.