Nfl franchise tag: so halten teams ihre stars
- Die nfl und der kampf um top-spieler
- Was ist der franchise tag?
- Die zwei arten des franchise tags: exklusiv vs. nicht-exklusiv
- Der exclusive franchise tag: vollständige kontrolle für das team
- Der non-exclusive franchise tag: verhandlungen mit anderen teams erlaubt
- Der transition tag: eine weitere option
- Aktuelle beispiele und ausblick
Die nfl und der kampf um top-spieler
In der NFL ist es üblich, dass Spieler das Team wechseln, sobald ihr Vertrag ausläuft und keine Einigung über eine Verlängerung erzielt werden kann. Doch einige Franchises wollen ihre Schlüsselspieler unbedingt halten. Hier kommt der sogenannte Franchise Tag ins Spiel, ein mächtiges Werkzeug, um Spieler für ein weiteres Jahr zu binden. Als leidenschaftlicher Sportliebhaber bei TSV Pelkum Sportwelt möchte ich Ihnen heute die Details dieses Mechanismus näherbringen.

Was ist der franchise tag?
Der Franchise Tag ermöglicht es jedem Team, einen Spieler pro Offseason zu halten, mit dem sie sich noch nicht auf einen neuen Vertrag einigen konnten. Da jedes Team nur einen solchen Tag zur Verfügung hat, wird er strategisch für den wichtigsten Spieler eingesetzt, dessen Abgang für das Team besonders schmerzhaft wäre. Dieser Tag ist zwar effektiv, aber auch kostspielig für die Franchises, weshalb in der letzten Offseason nur wenige Teams diesen Weg gingen.
Die zwei arten des franchise tags: exklusiv vs. nicht-exklusiv
Es gibt zwei unterschiedliche Varianten des Franchise Tags: den Exclusive Franchise Tag und den Non-Exclusive Franchise Tag. Beide haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Verhandlungsposition des Spielers und die Möglichkeiten des Teams. Der Unterschied ist erheblich und beeinflusst, wie der Spieler seine Optionen während der Offseason wahrnehmen kann.
Der exclusive franchise tag: vollständige kontrolle für das team
Beim Exclusive Franchise Tag wird der Spieler für ein weiteres Jahr fest an das Team gebunden. Er darf während dieser Zeit nicht mit anderen Teams verhandeln, sondern muss sich ausschließlich mit seinem aktuellen Franchise über einen neuen langfristigen Vertrag austauschen. Da dem Spieler hier kaum Möglichkeiten bleiben, ist dieser Tag für das Team am teuersten. Das Gehalt berechnet sich aus dem Durchschnitt der fünf bestbezahlten Spieler auf derselben Position der letzten fünf Jahre oder 120 Prozent des vorherigen Jahresgehalts – je nachdem, welcher Betrag höher ist.
Der non-exclusive franchise tag: verhandlungen mit anderen teams erlaubt
Der Non-Exclusive Franchise Tag erlaubt dem Spieler, trotz der Tag-Belegung, mit anderen Teams über einen Vertrag zu verhandeln. Sollte er ein Angebot von einem anderen Team erhalten und dieses annehmen, hat sein aktuelles Team die Möglichkeit, mit diesem Angebot gleichzuziehen und den Spieler doch zu halten. Gelingt dies nicht, erhält das abgebende Team als Entschädigung in der Regel zwei First-Round-Draft-Picks vom neuen Team des Spielers. Bleibt eine Einigung mit keinem Team aus, spielt der Spieler ein weiteres Jahr zu den gleichen Konditionen wie beim Exclusive Franchise Tag.
Der transition tag: eine weitere option
Neben den Franchise Tags gibt es noch den Transition Tag, der weitere Optionen bietet. Dieser Tag liegt preislich zwischen dem Exclusive und Non-Exclusive Franchise Tag und erlaubt dem Spieler ebenfalls Verhandlungen mit anderen Teams, jedoch mit geringeren Entschädigungsforderungen an das abgebende Team. Die Wahl des richtigen Tags ist oft eine strategische Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängt.
Aktuelle beispiele und ausblick
In der jüngsten Offseason wurden beispielsweise Tee Higgins (Cincinnati Bengals) und Trey Smith (Kansas City Chiefs) mit einem Franchise Tag versehen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob diese Spieler langfristig gehalten werden können oder ob sie sich für einen Wechsel entscheiden. Der Franchise Tag bleibt ein zentrales Element im NFL-Geschäft und beeinflusst maßgeblich die Kaderplanung der Teams.
