Neymar fliegt aus brasiliens wm-kader – ancelotti schickt ikone nach hause
Die Bombe platzte kurz nach 14 Uhr in Rio: Neymar ist raus. Brasiliens einstiger Superstar fliegt aus dem vorläufigen WM-Kader, nachdem Carlo Ancelotti ihn für die Testspiele gegen Frankreich und Kroatien gestrichen hat. Mit nur 128 Länderspielen und einer Knie-Operation im Rücken steht der 34-Jährige nun vor dem Aus.
Ancelotti zieht die notbremse: „wir brauchen spieler, nicht promis“
Der Coach ließ keinen Zweifel: „Neymar kann zur WM – wenn er 100 Prozent fit ist. Momentan ist er das nicht.“ Die Entscheidung fiel auf Basis von Leistungsdaten, nicht von Marketingwerten. Der einst 222-Millionen-Euro-Mann muss in Santos erst einmal wieder 90 Minuten durchhalten, ohne dass das Knie anschwillt. Zuletzt brachte er zwei Spiele, zwei Tore, eine Vorlage – aber eben nur 161 Minuten Spielzeit.
Die Spiele am 26. und 31. März waren die letzten Hochgeschwindigkeitstests vor der Endabnahme des Kaders. Wer jetzt fehlt, muss im Sommer wahrscheinlich von der Couch zuschauen. Brasilien trifft in Gruppe C auf Haiti, Marokko und Schottland – ein Programm, das eigentlich nach Vorrundenspaziergang klingt, ohne Neymar aber plötzlich nach einem PR-Desaster riecht.

Santos-comeback reicht nicht – kniebandriss wirft lange schatten
Seit dem Kreuzbandriss gegen Uruguay im Oktober 2023 war Neymar nur noch eine Randfigur. Al-Hilal löste seinen Vertrag, Santos nahm ihn ablösefrei mit offenen Armen. Doch selbst in der brasilianischen Serie A wirkt der einstige Tänzer wie ein Geist aus besseren Tagen. Die physischen Daten seiner letzten Spiele: Sprintzahl deutlich unter Ligadurchschnitt, Schussgeschwindigkeit um 12 km/h niedriger als 2019. Ancelotti hat die Zahlen gesehen und gehandelt.
Für Brasilien heißt das: Der letzte Golden Boy der Generation 2014 droht bei der Heim-WM in Amerika zu fehlen. Die Selecao könnte erstmals seit 2010 ein Turnier ohne ihren Rekordtorschützen bestreiten. Die Fans reagieren gespalten: Die einen feiern den mutigen Schnitt, die anderen fürchten das Gespenst eines verschmähten Stars, der sich in Interviews zurückmeldet.
Die Uhr tickt. Noch 87 Tage bis zur Eröffnung in Los Angeles. Wer bis dahin nicht in Topform ist, bleibt zu Hause – egal, wie viele Follower ihn begleiten. Neymar muss jetzt liefern, nicht posten.
