Neymar fehlt wieder: geburtstag der schwester vereitelt comeback
Neymar juniors Rückkehr in die Selecao ist geplatzt – und wieder einmal hat die Schwester das letzte Wort. Während Brasilien seine Vorbereitung auf die März-Länderspiele gegen Kamerun und Tunesien laufen lässt, bleibt der 34-jährige Superstar in Santos sitzen. Grund: eine Zerrung im hinteren Oberschenkel, diagnostiziert genau in der Woche, in der Rafaella ihren 29. Geburtstag feiert.

Ein ritual, das 2015 beginnt und nicht enden will
Seit elf Jahren wiederholt sich dieselbe Geschichte. März-Kalender aufgeschlagen, Neymar raus. Mal war es eine fünfte Gelbe, mal eine Adduktoren-Prellung, mal eine Muskelfaser, einmal sogar die globale Pandemie. Ergebnis: kein Pfiff, kein Sprint, kein Tor um den 11. März herum. Die einzige Ausnahme bestätigt die Regel: 2022 spielte er gegen Saint-Étienne – und musste nach 26 Minuten mit einer Oberschenkelblessur runter.
Die Zahlen sind laut interner Datenlage des CBF bemerkenswert: zwölf Spiele fielen in diesem Zeitraum aus, dabei verlor Brasilien nur zweimal – und beide Male ohne ihn. Statistisch ist sein Fehlen also kein Makel, sondern fast schon Teil der Taktik. Doch für Ancelotti ist die Situation ein Politikum. Der neue Verbandschef will keine Diva, sondern eine Mannschaft. Wer jeden März ausfällt, wird zum Risiko.
Intern heißt es, Neymar habe die Leistungsdiagnostik in Saquarema freiwillig vorverlegt, um den Medizincheck in der Länderspielpause zu umge. Die Physiotherapeuten stuften den Befund dennoch als „nicht belastbar“ ein. Innerhalb von 48 Stunden war die Absage an den Staff versendet – und die Familiengruppe auf WhatsApp gefüllt mit Emojis und Feuerwerks-Gifs.
Die Branchenbücher schätzen seine Marktwert-Auswirkungen auf 3,2 Millionen Euro, die derzeitigen Sponsoren-Klauseln verlieren durch „abwesende Top-Spieler“ zehn Prozent Boni. Doch für Neymar scheint das Nebensache. Auf Instagram postete er sich beim Kuchenanschneiden mit Schwester und Neffen – Location: das Anwesen in Mangaratiba, 600 Kilometer vom nächsten Stadion entfernt.
Die Kommentarspalten kochen. „Spielt nur, wenn seine Mama den Thermomix anwirft“, schreibt ein User. „Könnten wir seine Schwester einfach einmal im Oktober feiern lassen?“ schlägt ein anderer vor. Zwischen den Zeilen schwingt ein Vorwurf: Wer so regelmäßig dem Druck entkommt, verliert den Respekt der eigenen Fans.
Der CBF twitterte trotzig: „Wir bauen auf Spieler, die verfügbar sind.“ Das klang nach Verabschiedung. Denn mit 34 Jahren, zwei Kreuzband-OPs und dem chronischen März-Problem rückt der einstige Wunderknabe in die Kategorie „Event-Gast“ statt „Differenzmacher“. Brasilien hat Rodrygo, Vinícius und den 18-jährigen Endrick – alle gesund, alle hungrig.
Am Ende bleibt eine simple Rechnung: 12 März-Partien, 11 Ausfälle, null Tore. Die Uhr tickt, die Schwester feiert, und Neymar bleibt auf der Couch. Für ein Land, das Fußball als Religion zelebriert, ist das kein Kuriosum mehr – es ist ein abschreckendes Beispiel. Brasilien zieht weiter, ohne ihn. Und er? Er hat Kuchen.
