Neymar blamiert santos: pokern statt kicken – 20.000 euro in 24 stunden verpulvert

Ein 0:0 gegen Cruzeiro, ein verschwundener Superstar und ein Pokertisch, an dem 20.000 Euro in 24 Stunden verrauchten – das ist die Bilanz von Neymars Wochenende.

Der Brasilianer war offiziell „geschont“ worden, doch statt auf der Bank saß er Freitag bis Sonntag in einem High-Roller-Cash-Game von São Paulo. Reporter Leo Dias dokumentierte auf X, wie der 32-Jährige vier Re-Entrys zahlte, jedes Mal 5.000 Euro – und jedes Mal verlor. Sonntagabend war das Sponsoren-Konto leer, das Ansehen bei Santos noch leerer.

Santos sieht rote linie überschritten

Intern gilt Neymar als de facto Kapitän, auch wenn der Armreif offiziell einem Teamkollegen gehört. Seine Abwesenheit beim Stadion wurde mit „Marketing-Termin“ entschuldigt, doch laut Klubkreiseln waren weder Manager noch Coach vorab informiert. „Wenn der Leader nicht mal zur Anfeuerung erscheint, bröckelt die Autorität“, sagt ein Betreuer anonym. Der Vorstand berät nun über ein internes Arbeitsverbot für Glücksspiel-Events während Ligaphasen.

Die Fans reagierten schneller: Auf Instagram löschte @NeymarJr über Nacht 300.000 Follower, #ForaNeymar trendierte landesweit. Die Botschaft ist klar – das Geld kann er sich erlauben, die Glaubwürdigkeit nicht.

Die pokernacht in zahlen

Die pokernacht in zahlen

Zeitfenster: 54 Stunden Gesamtspielzeit. Buy-ins: 5.000 Euro, viermal am Samstag, einmal am Sonntag. Verlust: 25.000 Euro brutto. Getränke: zwölf Energy-Drinks, zwei Flaschen Aperitif. Schlaf: keine Minute. Das Protokoll eines Selbstzersetzers.

Santos droht der Abstieg aus der Série A, Neymars Statistik seit Rückkehr: fünf Spiele, ein Tor, drei Privatjets, ein Shitstorm. Brasiliens Medien sprechen vom „Neymar-Zyklus“: Comeback, Verletzung, Eskapade, PR-Reue, nächste Verletzung. Der Pokerchip ist nur das neue Accessoire.

Die Liga prüft, ob Glücksspielwerbung während laufender Spieltage die Zulassung gefährdet. Neymars Sponsor PokerStars schweigt, die AGBs verlangen aber ein „vorbildliches Verhalten“. Vorbildlich sieht anders aus.

Während Santos am Mittwoch im Pokal ran muss, feilt Neymar an einem Statement – vermutlich wieder via Instagram-Story, vermutlich wieder mit Sonnenbrille und Entschuldigungs-Emoji. Die Mannschaft trainiert, der Star zockt, die Uhr tickt. In Brasilien sagt man: „Quem não joga, não erra.“ Wer nicht spielt, trifft keinen Fehler. Neymar spielt einfach nur falsch.