Neuer-comeback? nagelsmann hält karten dicht!
Dortmund – Die Fußballwelt hält den Atem an: Kehrt Manuel Neuer, das deutsche Urgestein im Tor, doch noch zu einer WM-Teilnahme zurück? Bundestrainer Julian Nagelsmann hat im ZDF-Interview auf direkte Fragen zu diesem Thema gekonnt ausgewichen und auf die Kadernominierung am kommenden Donnerstag verwiesen. Ein Poker, der die Fans in Atem hält und die Spekulationen befeuert.
Die taktik des bundestrainers: keine vorab-enthüllungen
Nagelsmann betonte im „Sportstudio“ des ZDF, dass er vor der Bekanntgabe des 26-Mann-Kaders keine Namen preisgeben werde. „Wir lassen uns nicht treiben“, so der Coach, der bewusst den Termin der Kadernominierung gewählt hat. Die Spannung ist greifbar, denn die Gerüchte um Neuers mögliche Rückkehr sind in den letzten Tagen immer wieder aufgeflammt.
Viele der Plätze im WM-Kader seien bereits „relativ fix“, erklärte Nagelsmann. Er verwies auf den Kern der Spieler, die sich über die Jahre in der Nationalmannschaft etabliert haben. „Diese Gruppe ist über die Jahre zusammengewachsen. Wir wollen den Kader nicht komplett durcheinanderwürfeln.“ Ein Umbruch scheint also unwahrscheinlich, doch die Möglichkeit eines Comebacks einer Legende darf man nicht ausschließen.
Die finalen Entscheidungen sollen in den kommenden Tagen in enger Abstimmung mit dem gesamten Trainerteam getroffen werden. Nagelsmann kündigte an, dass er zunächst alle Spieler persönlich informieren werde – auch jene, die keine Berücksichtigung finden. „Ich werde Telefonate führen, mit allen Spielern, die in den vergangenen Jahren im Kader waren.“

Die neuer-frage: ein balanceakt
Die Diskussion um Manuel Neuer ist allgegenwärtig. Nach seinen starken Leistungen in der Champions League mit dem FC Bayern München drängen viele Experten auf seine Rückkehr ins DFB-Team. Bayern-Coach Vincent Kompany bezeichnete Neuer als den „besten deutschen Torwart“, was die Debatte weiter anheizt. Doch Nagelsmann wich gezielt diesen Fragen aus.
Selbst die Frage, ob Neuers Name auf der vorläufigen Liste mit 55 Spielern steht, die der DFB beim Weltverband einreichen musste, ließ der Bundestrainer unbeantwortet. „Ich habe die Liste gar nicht gesehen“, sagte er mit einem Augenzwinkern, was die Unsicherheit noch verstärkt.
Neuer selbst schürte die Spekulationen, indem er nach dem Meisterfeier in München eine klare Absage vermied: „Für mich ist das heute kein Thema“, so der 40-Jährige, der sich stattdessen auf das wichtige Finale im DFB-Pokal konzentrierte. Ein subtiler Hinweis darauf, dass die WM-Frage noch nicht endgültig beantwortet ist.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Julian Nagelsmann steht vor der schwierigen Aufgabe, die richtigen Entscheidungen zu treffen und ein Team zusammenzustellen, das bei der WM erfolgreich ist. Ob Manuel Neuer dabei eine Rolle spielen wird, bleibt vorerst offen. Die Spannung steigt, und die Fußballfans dürfen gespannt sein, wie sich die Geschichte entwickelt.
