Rahm kämpft um den wanamaker: dramatik in filadelfia!

Jon Rahm hat sich in Filadelfia eine Führung erarbeitet und den Traum vom ersten Major-Sieg als Spanier im PGA Championship am Leben erhalten. Ein dramatisches Ende auf der 18. Bahn ließ das Turnier zwar mit einem bitteren Nachgeschmack enden, doch der ‘León de Barrika’ ist vorerst auf Kurs, um die lange ersehnte Trophäe in die Höhe zu stemmen.

Ein starkes auftreten auf dem aronimink golf club

Ein starkes auftreten auf dem aronimink golf club

Nach einer beeindruckenden Runde mit 67 Schlägen steht Rahm mit einem Gesamtscore von -4 an der Spitze des Leaderboards. Es ist das zweite Jahr in Folge, dass der Baske in einem Major um den Sieg kämpft, nachdem er im Vorjahr beim PGA Championship eine dramatische Niederlage erlebte. Der Aronimink Golf Club bot eine anspruchsvolle Herausforderung, doch Rahm meisterte sie mit Bravour – bis auf die unglückliche 18. Bahn.

Rory McIlroy, Schauffele und Reed sind ebenfalls dicht hinter Rahm, mit nur einem Schlag Rückstand. McIlroy zeigte ebenfalls eine starke Leistung mit 66 Schlägen und wird versuchen, an den Erfolg vom Masters anzuknüpfen. Die Saison des Vizkaínos war bisher von herausragenden Leistungen geprägt, allerdings blieb ihm der Triumph beim Masters verwehrt. In Filadelfia scheint er nun seine Chance zur Wiedergutmachung zu nutzen.

Die Statistiken sprechen für sich: Rahm gehört aktuell zu den besten Golfern der Welt, was seine Erfolge in der LIV Golf Liga belegen – zwei Siege, drei zweite Plätze und weitere Top-Ergebnisse. Seine Leistungen sind vergleichbar mit denen von Scottie Scheffler und Rory McIlroy, obwohl die direkten Duelle rar sind. Der enttäuschende 38. Platz beim Masters wurde von vielen kritisiert, doch Rahm scheint diese Kritik mit einer starken Leistung in Filadelfia zu widerlegen.

Die erste Hälfte seiner Runde war schlichtweg brillant. Von den ersten neun Löchern ging er ohne Bogey vom Platz und sicherte sich drei Birdies. Ein spektakulärer Putt von sieben Metern auf dem ersten Loch leitete den Erfolg ein. Auch auf den zweiten, dritten und vierten Löchern verpasste er knapp den Birdie, spielte aber solide Par. Besonders hervorzuheben ist sein Können auf Par-3-Löchern – Rahm gilt als der beste Spieler dieser Art in den letzten zehn Jahren.

Ein kleiner Rückschlag ereignete sich auf der 11. Bahn, wo ein Fehler beim Abschlag zu einem Bogey führte. Doch Rahm ließ sich nicht entmutigen und zeigte auf der 14. Bahn eine beeindruckende Annäherung, die fast direkt im Loch landete. Ein weiteres Birdie auf der 16. Bahn, trotz eines Fehlschags im Bunker, rundete seine Leistung ab. Die vergebenen Putts auf der 18. Bahn waren der einzige Wermutstropfen an einem ansonsten perfekten Tag.

Es bleibt abzuwarten, ob Rahm seine Führung bis zum Ende des Turniers behaupten kann. Doch eines ist klar: Der Spanier hat bewiesen, dass er zu den Top-Favoriten gehört und bereit ist, um den Wanamaker Cup zu kämpfen. Die Spannung in Filadelfia ist kaum zu überbieten, und die Fans dürfen ein packendes Finale erwarten.