Neuer räumt auf: bayern deklassiert real im bernabéu!
Madrid bebte. Nicht vor Wein und Gesang, sondern vor dem furiosen Auftritt von Manuel Neuer und dem FC Bayern München. Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League demütigte die Elf von Thomas Tuchel Real Madrid mit 2:1 und präsentierte einen Neuer in Glanzform, der die königliche Offensive regelrecht zunichte machte.
Der schlussmann, der die jahre vergessen hat
Mit 40 Jahren auf dem Rücken bewies Manuel Neuer, dass er immer noch zu den besten Torhütern der Welt gehört. Seine Paraden waren schlichtweg sensationell, ein Feuerwerk, das die Fans des FC Bayern in Ekstase versetzte. Die Königlichen schlugen mit 20 Schüssen, aber Neuer hielt seinen Kasten sauber – zumindest fast. Ein Schnupfen an der Wade, so der humorvolle Kommentar des Keepers, dürfe ihm in den letzten Spielen in die Karten gespielt haben, aber die Leistung ließ keine Zweifel zu: Neuer ist noch lange nicht am Ende seiner Karriere.
Doch Neuer ist nicht nur ein Weltklasse-Torwart, sondern auch ein Mann des Understatements. Nach dem Spiel räumte er, wie er es so pflegt, seinen „Schreibtisch“ auf – sein Torraum. Mit Handtuch über der Schulter schritt er zu seinen Kollegen, als wäre es ein ganz normaler Arbeitstag. Dieser Humor, diese Bescheidenheit, machen ihn so sympathisch und einzigartig.

Kompany schwärmt: „schaffen nicht viele“
Auch Coach Vincent Kompany, der die Partie im Fernsehen verfolgte, war beeindruckt. „Das ist nicht nur eine Leistung, das ist eine Demonstration“, so Kompany gegenüber Perform. „Das kann man nicht so einfach schaffen, selbst für Neuer.“
Die Bayern präsentierten sich als eine Einheit, mit Alphonso Davies, der die Führung erzielte, und einem Kane, der eiskalt vollendete. Doch ohne die Glanzleistung von Neuer wäre der Sieg im Bernabéu undenkbar gewesen. Die „Bestia Negra“, die Mauer von Madrid, war zurück.
Doch es gab auch einen kleinen Wermutstropfen. Kylian Mbappé ließ sich nicht von Neuer stoppen und traf zum 1:2. „Der Erste war schon drin?“, fragte Neuer überrascht in der Übertragung. „Das ist ja eine Frechheit. Das ist dann ein Torwartfehler.“ Ein kurzer Moment der Selbstkritik, der aber typisch für den Perfektionisten Neuer ist. Er will immer besser werden, auch wenn er bereits einer der Besten ist.
Die Erinnerungen an das Halbfinale vor zwei Jahren, als die Bayern im Bernabéu noch die Segel streichen mussten, schmerzen Neuer noch immer. „Ich habe ein gutes Spiel gemacht an dem Abend, im Prinzip ein ähnliches wie heute“, so Neuer. „Aber in der einen Situation ist der Ball einfach viel höher abgesprungen als erwartet.“ Ein Pechmoment, das er aber mit seiner aktuellen Leistung mehr als wettgemacht hat.
Seine Entscheidung, ob er seinen Vertrag bei Bayern, der im Sommer ausläuft, verlängern wird, ist noch nicht gefallen. Zwei Muskelfaserrisse sorgten für Zwangspause, aber Neuer betonte: „Trotz meiner 40 Jahre bin ich jetzt immer noch dabei.“
Und damit hat er Recht. Manuel Neuer hat nicht nur einen Sieg für den FC Bayern errungen, sondern auch ein Statement gesetzt. Ein Statement, dass er trotz seines Alters immer noch zu den besten Torhütern der Welt gehört und dass er noch lange nicht bereit ist, seine Karriere zu beenden.
Die Frage ist nicht, ob Neuer verlängern wird, sondern wann.
