Neuer im visier: ex-stars zerfleischen leistung nach wm-pleite
Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen Ecuador einen herben Dämpfer kassiert – und die Diskussion um Manuel Neuer eskaliert. Während die Südamerikaner ausgelassen feierten, nagt die Kritik am deutschen Torwart an der Zuversicht. Nach dem 1:2 gegen Ecuador herrscht in der Fußballwelt kein Entgegenkommen – vor allem für Manuel Neuer.
Hildebrand: "kotzt mich richtig an!"
Die Niederlage gegen Ecuador wirft lange Schatten. Ex-Torhüter Timo Hildebrand ließ seine Enttäuschung via Instagram freien Lauf. Die Art und Weise, wie die Leistung Neuers hinterfragt wird, empört ihn zutiefst. "Jeder sucht ja wieder einen Schuldigen wegen gestern. Ich lese 'Torwartpatzer von Manuel Neuer', 'Torwartfehler'…Ihr habt alle keine Ahnung", schrieb Hildebrand. Stattdessen machte er drei andere Spieler verantwortlich: David Raum, der einen wichtigen Kopfballduell verlor, Jamal Musiala, der sich vom Ball abnabeln ließ, und Jonathan Tah, dessen Positionierung fehlerhaft war. Seine Worte sind deutlich: "Niemand von euch hat wahrscheinlich jemals in einem Tor gestanden. Und jetzt soll Manuel Neuer der Depp sein?"

Angerer zweifelt: neuer nicht mehr der alte?
Auch Nadine Angerer, eine Legende im deutschen Tor und ehemalige Weltfußballerin, äußerte sich kritisch. In einer Kolumne für t-online schrieb sie, dass der Neuer, den wir von Bayern München und den vergangenen deutschen Nationalmannschaften kennen, gegenwärtig nicht im Kasten stehe. Seine Zögerlichkeit beim zweiten Gegentor, wo er möglicherweise mit den Fäusten hätte eingreifen müssen, sei ein deutliches Zeichen dafür, dass er „einfach nicht richtig ins Turnier kommt“.

Die statistiken lügen nicht: vier gegentore, nur drei gehaltene bälle
Die nüchternen Zahlen untermauern die Kritik. Neuer weist nach der Vorrunde eine Bilanz von vier Gegentoren und lediglich drei gehaltenen Bällen auf – ein alarmierendes Zeichen für einen Torhüter dieser Klasse. Besonders die Szene zum 1:2, als er gegen den Kopfball von Kevin Rodriguez zu zögerlich reagierte und Gonzalo Plata das Leder unter die Unterlatte spitzelte, wird von Experten und Fans gleichermaßen kritisiert.
Chance zur wiedergutmachung im sechzehntelfinale
Manuel Neuer steht am Montag im Sechzehntelfinale der WM vor der Chance, seine Kritiker eines Besseren zu belehren. Der Gegner ist noch nicht bekannt, doch die Aufgabe ist klar: Er muss zeigen, dass er noch immer der Fels in der Brandung ist, auf den die deutsche Nationalmannschaft so angewiesen ist. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Neuer die Wogen glätten kann oder ob die Diskussionen um seine Position im Tor weiter anhalten.
