Neuer blockt wm-fragen ab: mai-entscheidung über bayern-zukunft
40 Jahre, 122 Länderspiele, unzählige Magen-Darm-Viren – und trotzdem hält Manuel Neuer die Zero wie eh und je. Nach dem 2:1 im Bernabéu wehrte der FC Bayern-Kapitän nicht nur Bälle ab, sondern auch jede dritte Nachfrage zur Nationalmannschaft. „Wir brauchen das Thema gar nicht aufmachen“, schnitt er dem Gedanken an eine WM-Comeback 2026 das Genick. Der Fokus gelte nur dem Viertelfinal-Rückspiel; alles andere sei „Kaffeekränzchen-Niveau“.
Warum die vertrags-verlängerung warten muss
Sein Arbeitspapier läuft im Sommer aus, die Wade hatte ihn zweimal lahmgelegt. Doch statt in Panik zu verfallen, zieht Neuer seine Handschuhe weiter stramm. „Wir haben alle Zeit der Welt“, sagt er mit der Ruhe eines Mannes, der schon zwei Triple gewonnen und sich selbst in Quarantäne coacht. Die Muskelrisse seien „ein Schnupfen da unten“ gewesen, ausgelöst durch einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt. „Kleinigkeiten, die eben ihre Woche brauchen.“
Max Eberl bestätigt: „Manuel soll einfach nur gesund bleiben, mutig bleiben.“ Erst wenn der April-Kalender abgearbeitet ist, will der Klub „mit einem Glas Rotwein“ über die weitere Zusammenarbeit verhandeln. Intern gilt eine einjährige Verlängerung als wahrscheinlich – vorausgesetzt, die Wade spielt kein zweites Schnupfen-Comeback.

Die ungeschriebene deadline mitte mai
Die Entscheidung soll „spätestens im Mai“ fallen, kursiert im Sechzger-Kabinett. Zeitpunkt mit Symbolik: Dann steht das Champions-League-Finale in München auf dem Programm. Wenn Neuer bis dahin auf Höchstniveau durchgehalten hat, liefert er selbst das beste Argument für ein weiters Saison-Abonnement. Fällt er erneut aus, könnte Sven Ulreich oder ein Neuzugang die Schuhe mit den größten Handschuhen der Liga füllen.
Für den DFB ist ohnehin Endstation: Dort hat Neuer seinen Rücktritt eingereicht und sich nicht einmal eine Rückfahrkarte gelocht. „Ich habe meine Sachen gesagt“, wiederholte er knapp. Die Botschaft an Julian Nagelsmann und Co. lautet: Sucht euch einen neuen Mann fürs Tor, ich hab hier in München noch eine Meisterschaft zu retten.
Am Ende zählt nur der Körper – und der war in Madrid eine Wand. Wenn er bis Mai so weiter macht, dürfte selbst ein verschärfter Schnupfen der Wade die Vertragsunterlagen nicht mehr aufhalten.
