Neuer blockt wm-comeback aus: „thema geht’s gar nicht!“
Madrid – Manuel Neuer hat nach seiner Glanzleistung im Champions-League-Viertelfinalhinspiel gegen Real Madrid die Diskussion um ein mögliches Comeback bei der WM 2026 endgültig beendet. Der 40-jährige Torhüter des FC Bayern München machte deutlich, dass er sich aktuell ausschließlich auf seine Aufgaben beim deutschen Rekordmeister konzentriert und die Nationalmannschaft vorerst außen vor lässt.

Neuer: fokus auf bayern, wm-gedanken warten
Nachdem er bereits bei den ersten WM-Fragen abweisend reagiert hatte, machte Neuer im Anschluss an das 2:1 (1:0) gegen die Königlichen unmissverständlich klar: „Wir brauchen das Thema gar nicht aufmachen. Wo haben wir denn heute gespielt?“, entgegnete er den Journalisten. Seine Botschaft war eindeutig: Die WM ist im Moment kein Thema.
Lothar Matthäus, der Rekordnationalspieler, plädierte hingegen erneut für Neuers Rückkehr ins DFB-Team. „Dieser Neuer ist Weltklasse, gehört in die Nationalmannschaft“, betonte Matthäus bei Sky Austria. Er hoffe, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann das Spiel gesehen habe. Ob Nagelsmann jedoch auf die Forderungen hört, bleibt abzuwarten, angesichts der bekannten Querelen zwischen dem Trainer und Neuer in der Vergangenheit.
Die Fitness des Routiniers steht im Vordergrund
Trotz seines auslaufenden Vertrags und der kürzlichen Muskelverletztungen zeigte sich Neuer gelassen. Die Sprung in der Wade, die ihm in den letzten Wochen „nicht in die Karten gespielt“ hätten, seien, so Neuer, auf andere Ursachen zurückzuführen. „Ich hatte mit Magen-Darm zu tun, deswegen war der Körper geschwächt. Das waren Kleinigkeiten, wie so ein Schnupfen da unten an der Wade, aber das dauert halt auch seine Zeit.“
Sportvorstand Max Eberl signalisierte, dass Neuer die Entscheidung über seine Zukunft im April treffen soll, nachdem er in den Spielen des FC Bayern überzeugt hat. „Er braucht keine großen Argumente mehr liefern. Er soll einfach nur gesund bleiben, mutig bleiben. Und dann werden wir uns hinsetzen.“
Die Leistung von Neuer gegen Real Madrid war schlichtweg herausragend und sorgte für frenetischen Applaus im Bernabéu. Ein „Neuer-Spektakel gegen Mbappé und Vini“, wie die Presse es nannte. Ob dieser Auftritt ausreicht, um die Verantwortlichen des DFB von einem Comeback zu überzeugen, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Manuel Neuer hat weiterhin das Zeug, ein Weltklasse-Torwart zu sein, und seine Entscheidung wird die Fußballwelt aufmerksam verfolgen.
