Neckarsulm zieht schwedens tor-queen an: linder löst fossum-abgang ab

Die Sport-Union Neckarsulm schlägt zurück. Nach dem Exodus ihrer beiden Top-Torhüterinnen Lena Ivancok und Johanna Fossum pflückt der Champions-League-Aspirant mit Annie Linder die wohl heißeste Keeperin des deutschen Frühjahrs aus Buxtehuder SV – und macht damit die Personalie zum Statement.

Zeitz holt sich den buxtehude-blocker

Thomas Zeitz, Coach der Schwäbinnen, spricht von einer „sehr reflektierten, ehrgeizigen jungen Frau“. Das klingt nach Standard-Lob, bis man die Zahlen auf den Tisch legt: Seit ihrem Wechsel im Dezember 2025 steht Linder mit durchschnittlich 8,5 Paraden pro Spiel im oberen Statistikdrittel der HBF – gemeinsam mit Ivancok und der bereits verpflichteten Barbara Györi. Ein Dreigestirn, das Neckarsulm in der Euro-Cup-Saison 2026/27 wieder ins internationale Ramplicht katapultieren soll.

Der Deal kam blitzschnell. Noch während BSV-Manager Peter Prior öffentlich betonte, man hätte die 26-Jährige „sehr gerne weiter im Verein gehalten“, unterschrieb Linder in Neckarsulm einen Zweijahresvertrag – mit Option auf Champions-League-Prämien. „Der Verein teilt meine Ambitionen“, sagt sie, „Europa und höchstes Niveau – das passt.“

Von skara über sävehof bis salerno: linders pokal-sammler-karriere

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Die gebürtige Skandinavierin startete bei Skara HF, wurde in Skövde zur Liga-Größe, gewann mit IK Sävehof Double plus EHF-Erfahrung, schnappte sich in Italien mit Jomi Salerno die Scudetto-Krone – und avancierte nun in der HBF zur Abwehr-Garantin. Ihre Handschrift: kühle Nerven, schnelle erste Schritte, ein Blick für die Ecke des Gegners. In Neckarsulm bildet sie mit Györi ein nordisch-ungarisches Tor-Tag-Team, das Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit verspricht.

Die Fans der SU können sich auf Trikot Nummer 30 freuen – und auf eine Torhüterin, die weiß, wie man Titel holt. Die Message an die Konkurrenz ist klar: Neckarsulm hat den Abgang von Fossum nicht nur kompensiert, er ist zum Upgrade geworden.