Inter-angst vor derby: lautaro fehlt, bonny zurück – chivu setzt auf pause

Mailand zittert. Drei Tage vor dem Derby liegt der Fokus auf einem einzigen Muskel: Lautaro Martínez‘ Wade. Noch immer lahmt der Kapitän, noch immer trainiert er allein. Die Inter-Fans fragen sich: Wird er gegen Milan jubeln oder in der Kabine sitzen?

Am Mittwoch kehrte die Truppe nach Appiano Gentile zurück, 20 Kilometer Luftlinie vom Stadion, wo Inter die Coppa-Italia-Halbfinale-Premiere mit einem 0:0 versiebte. Wer gegen Atalanta gespielt hatte, schleppte sich durch Lockerungsübungen. Die Bank drückte sich durch ein normales Programm. Alle außer einem.

Lautaro plant endspiel statt derby

Martínez will den Stiefel lieber gegen Spanien tragen als gegen Milan. Das „Finalissima“ am 27. März in Madrid ist für ihn die deadline. Cristian Chivu bestätigte nach dem 0:0 in Como: „Er braucht weitere Tage.“ Die Fiorentina-Auswärtsfahrt am 22. März gilt als realistischer Re-Start. Bis dahin heißt es: Reha, Laufband, Eis.

Das Derby? Für den Argentinier ein Familiending – Racing gegen Independiente war Kinderspiel dagegen. Doch der Körper diktiert, nicht das Herz.

Chivu schenkt den spielern einen freien tag

Chivu schenkt den spielern einen freien tag

Überraschend gab es Donnerstag frei. Keine Einheit, kein Video, kein Aufwärmen. Chivu glaubt an mentale Frische statt an Überlastung. Vor dem Napoli-Spiel hatte er dieselbe Maßnahme ergriffen – drei Punkte folgten. Die Spieler bekamen zwei komplette Trainingstage, um Allegris Milan zu entzaubern.

Bonny kehrt zurück

Bonny kehrt zurück

Ein Lichtblick: Ange-Yoan Bonny. Der Franzose fehlte in Como, doch sein Zahnrad-Polizist, der Soleus, meldet sich zurück. Am Sonntag sitzt er auf der Bank, bereit, seine explosive Tiefe in den Derby-Kessel zu werfen.

Inter spielt nicht nur gegen Milan. Inter spielt gegen die Zeit. Und die Zeit läuft – mit oder ohne Lautaro.