Nebel zündet spät: doppelpack rettet mainz vor frankfurt-blackout
Paul Nebel hat den 1. FSV Mainz 05 mit zwei Treffern aus der Bedeutungslosigkeit zurück ins Licht gespült. Nach 89 Minuten lag der Ball zum 2:1 gegen Eintracht Frankfurt im Netz – und mit ihm die Hoffnung der Rheinhessen, doch noch der Abstiegszone zu entkommen.
Der späte schrei im mewa
Die Arena bebte, als Nebel aus dem Getümmel heraus den Siegtreffer versenkte. Keine zehn Minuten zuvor hatte er noch den Pfosten geküsst, nun traf er den Punkt. Frankfurt, das vor dem Spiel noch von Europa träumte, stand mit leeren Händen da. Die Hessen verpassten die Chance, an Bayer Leverkusen heranzurutschen – stattdessen wuchs die Lücke auf acht Punkte.
Mainz dagegen feiert nicht nur drei Punkte, sondern auch die Mentalität, die diesen Kl seit Wochen auszeichnet. Nach dem historischen Viertelfinal-Einzug in der Conference League folgte nun der nächste Schritt im Kampf um den Klassenerhalt. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nun neun Zähler – ein Polster, das vor dem Spiel noch wie Wunschdenken wirkte.

Der tag, an dem burkardt abschied nahm
Vor dem Anpfiff stand Jonathan Burkardt im Mittelpunkt – nicht wegen eines Tores, sondern eines Abschieds. Der einstige Kapitän, der nach elf Jahren im Sommer nach Frankfurt wechselte, wurde mit Blumen und Standing Ovations verabschiedet. Doch selbst diese Geste konnte die Spannung nicht übertönen. Als die ersten Pfiffe ertönten, war klar: Emotionen sind in Mainz nie einseitig.
Die Partie selbst begann furios. Nebel traf früh, Frankfurt antwortete durch Nathaniel Brown, der nach einer sehenswerten Kombination zum Ausgleich traf. Doch danach verflachte das Spiel. Chancen waren rar, bis Nebel in der 89. Minute zustieß – und mit seinem zweiten Treffer die Saison der Mainzer neu schrieb.
Frankfurt muss nun umdenken. Die Träume von Europa sind nicht geplatzt, aber sie sind entfernter. Mainz hingegen lebt – und das nicht nur dank Nebel, sondern auch dank einer Mannschaft, die nie aufgibt.
