Leaos adduktoren-fluch: milan blüht ohne superstar auf – droht jetzt der wm-ausfall?
Rafael Leao jubelt per Instagram, aber seine Adduktoren ziehen die Zügel. Ohne den Portugiesen erzielte der AC Milan in den letzten fünf Partien 14 Tore – so viel wie lange nicht mehr. Die Frage lautet nicht mehr, wann er zurückkommt, sondern: Braucht er das Milan überhaupt noch?

Der verletzte held und die tore, die plötzlich fallen
Paulo Fonseca musste ihn gegen Turin wieder auf die Bank setzen. Leao reiste trotzdem ins portugiesische Nationalteam, doch statt Training gibt’s nur MRT-Geräusche. „Er kann derzeit weder sprinten noch dribbeln“, sagt ein Klubarzt, „eine chronische Pubalgie droht.“ Die WM in Nordamerika rückt in weite Ferne.
Dabei lief es für den Flügelflitzer erst blendend: Bis Weihnachten seine beste Torquote im Rot-Schwarren-Trikot. Doch seit Januar fehlt die Explosivität, das Selbstbewusstsein schwindet. Die Statistik ist gnadenlos: Mit Pulisic als linksorientierter Achser erscheint das Spielfeld größer, die Pressing-Abstimmung stimmt. Ohne Leao gewinnt Milan die Zweikämpfe im Mittelfeld häufiger, weil jeder weiß, dass hinten der US-Boy deckt.
Im Stadion flüstern Fans schon: „Vielleicht ist er ein Ferrari auf einer Autobahn voller Baustellen.“ Die Ablöseforderung liegt bei 175 Millionen Euro, doch Interesse aus Manchester und Paris verflüchtigt sich, wenn der Muskel ständig alarmiert. Für den Spieler selbst bleibt nur das Instagram-Video, in dem er Fofana surfen lässt – ein Bild, das schneller scrollt als seine eigenen Schritte.
Die Entscheidung steht an: Milan kann die Königstransfer-Sommerplanung starten oder auf den alten Star setzen. Der nächste Befund kommt am Freitag. Fällt das Wort „Chronifizierung“, dürfte der Klub verkaufen, statt zu träumen. Dann nämlich wird der Flügelflitze nicht mehr nur die gegnerischen Abwehr reißen, sondern die eigene Zukunft.
