Chemnitz zertrümmert jena mit 4:1 – derby-krimi mit skandal-platzverweis
Der CFC riss seine Negativserie mit dem Herz eines verletzten Rumpfkaders – und einem Schiri-Eklat, der Thüringens Aufstiegsträume begraben könnte.
Rot gegen jena: ein pfiff, der alles veränderte
Maurice Hehne war noch am Boden, als Johannes Schipke die Rote Karte zückte. Kurz vor der Pause, 0:1-Rückstand, strittiger Elfmeter. Die Doppelbestrafung schockte Jena, weil sie laut IFAB-Richtlinie eigentlich gar nicht mehr erlaubt ist. Dejan Bozic verwandelte eiskalt, das Stadion explodierte – und die Gäste verloren die Nervenkontrolle.
Nach der Pause folgte ein Offensiv-Feuerwerk, das an Robbens Volley gegen Manchester 2010 erinnerte. Tom Baumgart nahm eine ecke, zog aus 18 Metern mit links ab. Justin Schau tippte den Ball leicht ab, aber er flog trotzdem wie eine Rakete ins Netz. 2:1, 51. Minute, Matchwinner aus dem Nichts.

Jugend gegen erfahrung: dudas rumpftruppe überrennt den favoriten
Benjamin Duda musste auf fünf Ersatzspieler verzichten, startete mit drei A-Jugendlichen. Doch die jungen Beine liefen Jena überrannt. Tobias Stockinger nutzte einen Krämer-Patzer zum 3:1, Leon Damer krönte den Abend mit einem Freistoßknaller unter die Latte. „Mein größter Sieg hier“, sagte Duda sichtlich ergriffen.
Für Carl Zeiss Jena bleibt nur die bittere Erkenntnis: 13 Punkte Rückstand auf Leipzig, zwei Niederlagen in Folge, der Aufstieg ist rechnerisch noch möglich, real aber gestorben. Chemnitz hingegen atmet auf – und der Rest der Liga weiß: Wer in der Sachsen-Arena nur schwache Phasen hat, wird gnadenlos bestraft.
