Nba-legende jason collins stirbt mit 47: ein vorreiter geht
Die Sportwelt trauert um Jason Collins, den ersten offen schwulen NBA-Spieler und eine Ikone für Inklusion und Mut. Mit nur 47 Jahren erlag er einem Glioblastom, einem der aggressivsten Formen von Hirntumoren. Seine Geschichte, die so viele inspirierte, endet nun nach einem tapferen Kampf.
Ein leben für den sport und die gleichberechtigung
Collins' Karriere umfasste 13 Saisons bei sechs verschiedenen Teams – von den Nets über die Grizzlies bis zu den Wizards. Doch seine Bedeutung reicht weit über die Basketballstatistik hinaus. Seine öffentliche Coming-out im Jahr 2013 war ein Wendepunkt, nicht nur für die NBA, sondern für die gesamte Sportwelt. Er brach ein Tabu und ebnete den Weg für andere Athleten, die ihre Identität offen leben wollten.
Die Diagnose des Glioblastoms im November vergangenen Jahres schockierte seine Fans und Kollegen. Er suchte in Singapur nach experimentellen Behandlungen, die in den USA noch nicht zugelassen sind. Diese gaben ihm kurzzeitig Hoffnung und ermöglichten ihm, das All-Star-Weekend in Los Angeles und ein Spiel an seiner Alma Mater, Stanford, zu besuchen. Doch die Krankheit kehrte zurück und forderte letztendlich seinen Tribut.
Seine Familie teilte mit, dass Collins im Kreise seiner Liebsten in Los Angeles verstarb. „Jason hat das Leben auf unerwartete Weise verändert und war eine Inspiration für alle, die ihn kannten und bewunderten“, heißt es in der offiziellen Erklärung. Die NBA und die gesamte Sportgemeinschaft sprechen ihm ihr tiefstes Beileid aus.

Die bittere entdeckung: ein tumor, der sich als dory entpuppte
Collins beschrieb in einem ESPN-Interview, wie er die Diagnose erhielt. Er verglich seinen Zustand mit dem der Zeichentrickfigur Dory aus „Findet Nemo“, die unter Gedächtnisverlust leidet. „Ich wurde zur Dory-Version eines NBA-Spielers“, gestand er. Die Symptome, wie das Vergessen und die Unfähigkeit, sich zu konzentrieren, verschlimmerten sich rasch. Er verpasste mit seiner Frau Brunson Green den US Open, ein Ereignis, das sie jedes Jahr besuchten.
Was an seinem Fall besonders erschreckend ist, so Collins, ist die Aggressivität des Glioblastoms. „Es wächst in einem sehr begrenzten Raum und ist sehr aggressiv. Es ist so schwer zu behandeln, weil es den gesamten vorderen Teil meines Gehirns infiltriert.“ Der Tumor, den er mit einem Bild von einem Monster mit Tentakeln verglich, war eine unbarmherzige Bedrohung.
Jason Collins hinterlässt ein Erbe des Mutes, der Integrität und der Hoffnung. Sein Kampf gegen den Krebs und sein Einsatz für die Gleichberechtigung werden in Erinnerung bleiben. Er war mehr als nur ein Basketballspieler; er war ein Pionier und ein Vorbild für eine ganze Generation.
