Nagelsmann unter druck: effenberg schimpft über personalentscheidungen!
Die Stimmung im deutschen Fußball ist alles andere als euphorisch, obwohl die Nationalmannschaft in den letzten Testspielen vor der Weltmeisterschaft zwei Siege einfahren konnte. Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg schießt nun scharf gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann und dessen Personalentscheidungen – und legt damit eine Zündschnur frei.
Undavs kurzeinsätze: ein fehler mit folgen?
Effenberg, der in seiner Kolumne für „t-online.de“ kein Blatt vor den Mund nimmt, äußert sein Unverständnis über die Behandlung von Stuttgarts Angreifer Deniz Undav. Der Angreifer durfte in den Testpartien gegen die Schweiz (4:3) und Ghana (2:1) lediglich jeweils 45 Minuten Einsatzzeit sammeln. „Damit macht sich Nagelsmann völlig ohne Not angreifbar, wenn er es ausgerechnet in wichtigen Personalfragen an Einsicht und Flexibilität vermissen lässt. Das war ein Fehler. Was denkt er sich dabei?“, kritisiert der frühere Bayern-Star.
Was Effenberg dabei besonders rankt: Undav präsentiert sich aktuell in herausragender Form. „Hinter Harry Kane ist er derzeit der beste Angreifer der Bundesliga und aktuell der beste deutsche Stürmer“, stellt Effenberg klar. Stattdessen erhielten gegen die Schweiz Kai Havertz und gegen Ghana Nick Woltemade den Vorzug – eine Entscheidung, die Effenberg nicht nachvollziehen kann.

Sané: eine sonderstellung, die nicht nachvollziehbar ist
Doch nicht nur die Behandlung von Undav sorgt für Aufregung. Auch die Rolle von Leroy Sané zieht die Kritik des ehemaligen Nationalspielers auf sich. Effenberg bemängelt, dass Nagelsmann bei Sané, „wie bei Undav auch nämlich“, das Leistungsprinzip zu ignorieren scheint. „Er genießt eine nicht nachvollziehbare Sonderstellung“, so Effenberg, „obwohl dessen Leistungen für den Istanbuler Klub in der laufenden Saison übersichtlich sind.“ Sané bereitete zwar den Siegtreffer gegen Ghana vor, doch Effenberg bleibt skeptisch, ob der Offensivspieler wirklich in Topform ist.
Die Diskussionen um die Personalwahl von Nagelsmann dürften in den kommenden Tagen weitergehen. Die Kader-Bekanntgabe rückt näher, und der Druck auf den Bundestrainer steigt. Ob Nagelsmann auf die Kritik von Effenberg reagiert und seine Strategie anpasst, bleibt abzuwarten. Die Frage ist: Kann der Bundestrainer die Balance zwischen Talentförderung und Leistungsbereitschaft finden, um die deutsche Nationalmannschaft erfolgreich zur Weltmeisterschaft zu führen?
