Nagelsmann und mourinho bei real? bild-experten entlarven transfer-lügen

21:57 Uhr, Sendeschluss bei BILD: Christian Falk wirft den nächsten Brandfunken. Diesmal geht’s um Real Madrids Trainer-Posten. Julian Nagelsmann? José Mourinho? Beide sollen angeblich auf Florentino Pérez’ Zettel stehen. Max Möbus und Leon Potuzhek schütteln den Kopf. „True or Not True“ wird zur Lügenbar.

Warum diese gerüchte gerade jetzt explosiv sind

Carlo Ancelotti hat den Klub nach dem Champions-League-Aus vorübergehend verlassen – offiziell für eine Rücken-OP. Inoffiziell brodelt es. Die Königlichen liegen sieben Punkte hinter Barcelona, das Team wirkt alternativ. Pérez braucht einen Sündenbock und einen Hoffnungsträger. Nagelsmann passt ins Profil: jung, deutsch, Taktik-Fetischist. Mourinho liefert das andere Extrem: Erfolg, Ego, Entertainment. Doch beide Varianten haben Haken.

„Nagelsmann hat gerade erst den DFB-Vertrag verlängert“, sagt Falk im Stream und deutet an, dass die Ausstiegsklausel erst ab 2025 greift. 25 Millionen Euro Ablöse – für einen Trainer, der 2021 in München scheiterte? Selbst Real zögert. Mourinho wiederum flacht mit AS Roma ab. Kein Sieg in der Serie A seit Februar. Seine letzte Champions-League-Trophäe datiert aus 2010. Trotzdem: Die Marke Mourinho verkauft sich. Und Pérez liebt Marken.

Die wahrheit hinter den spekulationen

Die wahrheit hinter den spekulationen

Möbus lacht im Studio. „Die Quelle sitzt in London, nicht in Madrid.“ Tatsächlich: Der britische Agent, der das Mourinho-Gerücht streute, vertritt zwei Roma-Spieler. Ein Wechsel des Coaches würde deren Marktwert pushen. Bei Nagelsmann wiederum zirkuliert ein Anruf, den es angeblich gegeben habe. Doch der stammt aus dem November, war ein Kurzgespräch über Kai Havertz, nicht über den Trainerposten. Potuzhek zieht den Schlussstrich: „Kein Fakt, nur Framing.“

Blöd nur, dass sich Twitter bereits entzündet hat. #NagelsmannToReal trendet seit Stunden. Buchmacher kürzen die Quote von 34 auf 6,0. Ein Wettanbieter meldet 2,3 Millionen Euro Einsatz innerhalb von 120 Minuten. Die Selbstbeschleunigung läuft. Genau darauf setzen die Strippenzieher.

Was ancelotti wirklich gefährdet – und wer wirklich auf der liste steht

Was ancelotti wirklich gefährdet – und wer wirklich auf der liste steht

Intern gilt Xabi Alonso als Plan A. Der Bayer-Coach hat bei Real noch Wohnung, spricht fließend Spanisch, trägt Basken-Legende. Seine Ausstiegsklausel: 15 Millionen, gültig bis 2026. Aber auch er will erst mal den Double-Titel mit Leverkusen. Dafür braucht es eine historische Siegesserie. Keine fünf Wochen sind noch.

Sollte Alonso ablehnen, bleibt Raul. Klublegende, Castilla-Coach, billig. Doch er gilt als zu introvertiert für den Rummel. Nagelsmann und Mourinho sind da nur Nebendarsteller. Oder wie Falk es nennt: „Schaufensterpuppen, damit niemand auf die Idee kommt, dass Real gerade gar keinen Plan hat.“

Die Sendung endet mit einem Seitenhieb. Potuzhek hält ein Bild von Mourinho hoch, das ihn im Roma-Parka zeigt. „Das einzige Weiße an ihm bleibt der Hoodie.“ Die Joker-Karte bleibt also ungespielt. Ancelotti kann vorerst durchatmen – und Pérez muss sich gedulden. Die nächste Folge „True or Not True“ kommt sicher. Die Quellen auch.