Nadine fähndrich verabschiedet sich: dramatischer sprint und neue aufgabe

Ein Foto-Finish, Applaus bis in den Himmel und ein Abschied, der die Herzen berührte: Nadine Fähndrich bestritt beim Langis-Sprint ihren letzten Wettkampf und obwohl ihr der Sieg um eine einzige Hundertstelsekunde verwehrt blieb, gehörte der Moment ganz ihr.

Ein vermächtnis aus triumphen und leidenschaft

Ein vermächtnis aus triumphen und leidenschaft

Die siebenfache Weltcupsiegerin, dreifache WM-Medaillengewinnerin und Sportlerin mit unzähligen Erfolgen hinter sich, wurde im Zielstrich von Familie, Freunden und Wegbegleitern in den Ruhestand verabschiedet. Die Atmosphäre war elektrisierend, die Emotionen greifbar. Fähndrich selbst zeigte sich nach dem Rennen sichtlich gerührt: „Es war mega schön“, sagte sie gegenüber der Luzerner Zeitung. Doch es war mehr als nur ein schönes Rennen; es war der Abschluss einer außergewöhnlichen Karriere.

Was niemand so recht bemerkt hat: Trotz der bevorstehenden Ehrungen und Autogrammstunden, die den gewohnten Wettkampfvorbereitungen Platz gemacht hatten, brannte in Fähndrich noch immer der Ehrgeiz. „Ich habe gemerkt, dass der Final eine Herausforderung wird“, gestand sie.

Ein Drittel der bei den Olympischen Spielen in Beijing gewonnenen Medaillen fehlte in Italien – ein Detail, das den dramatischen Charakter des Rennens zusätzlich unterstrich. Aber Fähndrich blickt nach vorne, weg vom Wettkampf, hin zu einer neuen Aufgabe.

Die Luzernerin verabschiedet sich keineswegs vom Langlaufsport, sondern übernimmt ab kommendem Jahr Verantwortung im Organisationskomitee des Langis-Sprint. Sie tritt damit in die Fußstapfen ihres Vaters und wird ihr Wissen und ihre Erfahrung in die Gestaltung des beliebten Rennens einbringen. Eine Entscheidung, die zeigt, dass ihre Leidenschaft für den Sport weiterlebt – nur eben in einer anderen Rolle.