Mylène chavas kehrt nach madrid zurück: ein wiedersehen mit alten bekannten

Ein besonderes wiedersehen im alfredo di stéfano

Mylène Chavas (geboren 1998 in Sainte-Colombe-sur-Gand) steht am Mittwoch um 18:45 Uhr im Tor des Paris FC im Rückspiel des Champions League Play-offs gegen ihren ehemaligen Verein, Real Madrid. Nach zwei Saisons (2023-2025) in der spanischen Hauptstadt, in denen sie jedoch nur in 11 Spielen zum Einsatz kam, kehrt die Torhüterin nun als Gegnerin zurück. Vor dem Spiel sprach sie offen über ihre Zeit in Madrid und die Herausforderungen des kommenden Duells.

Die ausgangslage nach dem hinspiel

Die ausgangslage nach dem hinspiel

Nach dem 2:3-Sieg des Real Madrid im Hinspiel ist die Stimmung im Lager des Paris FC fokussiert, aber nicht eingeschüchtert. "Es war ein sehr hartes Spiel, aber wir waren uns bewusst, dass es eine Zwei-Kampf-Begegnung ist", erklärte Chavas. "Wir müssen noch ein Spiel bestreiten, um unser Ziel zu erreichen, und ich glaube, alles ist noch möglich. Wir werden bis zum Schluss kämpfen."

Der schlüssel zum erfolg im rückspiel

Der schlüssel zum erfolg im rückspiel

Chavas sieht den Schlüssel zum Erfolg in der physischen Stärke. "In Paris haben wir viel gekämpft, aber hatten Schwierigkeiten im physischen Bereich. Ich glaube, in Madrid wird es noch härter. Wir müssen noch mehr kämpfen und stärker sein, um dem standzuhalten, was kommt." Die französische Torhüterin betont die Notwendigkeit, defensiv kompakt zu stehen und die Fehler des Gegners auszunutzen.

Erinnerungen an die zeit bei real madrid

Die zwei Jahre bei Real Madrid waren für Chavas eine wertvolle Erfahrung. "Es waren zwei unglaubliche Jahre. Ich habe es sehr genossen, in diesem großartigen Verein in Europa und der Welt zu spielen. Ich habe großartige Menschen kennengelernt, sowohl Spielerinnen als auch das Trainerteam. Ich habe viel über Spanien gelernt, seine Sprache, die ich nicht kannte, und seine Kultur, die ich liebe." Trotzdem bedauert sie, nicht mehr Spielpraxis erhalten zu haben. "Das Schlimmste war, dass ich nicht viel gespielt habe, und das ist für eine Spielerin wie mich, die gerne spielt, schwierig gewesen, aber es gehört zum Fußball dazu und hat mir geholfen, zu lernen."

Kontakte zu ehemaligen teamkolleginnen

Chavas pflegt weiterhin Kontakt zu einigen ihrer ehemaligen Teamkolleginnen. "Ein bisschen. vor allem mit dem Torwarttrainer Óscar Gaspar, weil wir eine besondere Gruppe gebildet haben. Auch mit den erfahreneren Spielerinnen, wie Rocío Gálvez, und mit Misa Rodríguez, mit der ich mich getroffen habe, als ich in Gran Canaria im Urlaub war. Ich freue mich darauf, sie alle wiederzusehen."

Das duell mit misa rodríguez

Besonders die Zeit mit Misa Rodríguez im Torwarttraining schätzt Chavas. "Sie ist eine großartige Torhüterin, eine gute Profi und sehr fleißig. Ich betrachte mich auch so, deshalb haben wir gut zusammengearbeitet. Auch mit Laia López war es eine Beziehung von Arbeit und Kameradschaft, zweifellos."

Der druck, das trikot von real madrid zu tragen

Chavas beschreibt den Druck, das Trikot von Real Madrid zu tragen. "Es gibt Druck, allein schon dadurch, dass man Spielerin von Real Madrid ist. Dieses Trikot zu tragen bedeutet Druck, aber auch Stolz. Und der Stolz steht über allem." Sie lobt auch andere Spielerinnen des Teams, wie Caroline Weir, die sie als eine der besten Fußballerinnen der Welt bezeichnet, und Athenea del Castillo sowie Linda Caicedo.

Ein möglicher gegner: der fc barcelona

Sollte der Paris FC das Play-off überstehen, wartet in den Viertelfinalen möglicherweise der FC Barcelona. "Wir haben bereits in der Gruppenphase gegen sie gespielt (0:2-Niederlage in Paris) und es war ein spektakuläres Spiel. Wenn wir Real Madrid schlagen und gegen sie spielen, würden wir wahrscheinlich im Camp Nou spielen, was sich die Mannschaft sehr wünscht. Ich denke, die Mädels von Real Madrid haben dieses Jahr schon genug Spiele gegen Barcelona bestritten. Lasst uns das mal machen!" (lacht).

Die stärke des fc barcelona und die ligastärke

Chavas sieht den FC Barcelona als eines der besten Teams Europas. "Sie spielen sehr anders, als wir es in Frankreich oder England kennen. Sie haben Spielerinnen, die Ballon d'Or-Gewinnerinnen sind, wie Aitana Bonmatí, sogar dreimal. Das ist unvergleichlich! Außerdem kennen sie sich schon seit ihrer Kindheit und spielen unglaublich zusammen." Sie findet die spanische Liga wettbewerbsfähiger als die französische, in der es größere Unterschiede zwischen den Teams gibt.

Rückkehr nach frankreich und blick in die zukunft

Die Rückkehr nach Frankreich sei leichtgefallen. "Es ist mein Land, also war es einfacher, mich hier anzupassen. Ich kenne viele Mannschaften, viele Spielerinnen… Nur das Wetter bevorzuge ich das von Madrid gegenüber dem von Paris (lacht)." Chavas betont, dass sie zum ersten Mal in einem Team spielt, das in allen Wettbewerben antritt, und dass ihr Spielzeit sehr wichtig ist. Auch ihre Rückkehr in die Nationalmannschaft freut sie sehr. "Es ist ein sehr gutes Jahr für mich und ich hoffe, es bleibt so." Sie schließt eine Rückkehr nach Spanien nicht aus, betonte aber, dass sie ihren Vertrag in Paris erfüllen möchte. Auch das Thema Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien ließ sie offen. "Bis zur WM ist noch viel Zeit. Ich möchte mich auf diese Saison konzentrieren, den Sommer genießen und im nächsten Jahr alles geben. Ich möchte nicht zu weit vorausschauen, denn im Fußball kann alles passieren."