Musiala-debatte: hainer setzt ex-boss kahn klar auf die liste!

München – Oliver Kahn hat eine Diskussion losgetreten, die im Bayern-Lager für Stirnrunzeln sorgte: Soll Jamal Musiala, nach seiner Sprunggelenks-Operation wiedererstarkt, gar auf eine WM-Teilnahme verzichten? Präsident Herbert Hainer hat nun mit deutlichen Worten reagiert und sich unmissverständlich hinter seinem Shootingstar positioniert. Die Spannung vor dem Rückspiel gegen Real Madrid ist damit nicht weniger geworden.

Kahn warnt: „muss sein altes level wieder erreichen“

Kahn warnt: „muss sein altes level wieder erreichen“

Die Äußerungen des ehemaligen Vorstandsportchefs, die er im „Triple – der Hagedorn Fußballtalk“ auf Sky kundtat, sorgten für interne Unruhe. Kahn argumentierte, dass Musiala, sollte er nicht zu 100 Prozent fit sein, lieber auf eine WM-Teilnahme verzichten sollte, um nicht das eigene Level zu gefährden. „Wenn ich spüre, irgendwas stimmt nicht in meinem Spiel… dann muss ich an mir arbeiten“, so Kahn.

Doch Hainer konterte: „Die Aussage von Oliver Kahn verstehe ich überhaupt nicht. Jeder Fußballer will zur WM. Und wenn Jamal fit ist, ist er einer der absolut Besten, den wir in Deutschland haben.“ Er betonte Musialas Freude am Spiel und seine Bedeutung für die Mannschaft. Der historische 101. Treffer, den Musiala kürzlich erzielte, sei ihm mehr als verdient gewesen.

Die Frage nach dem Verhältnis zwischen Hainer und Kahn wirft einen interessanten Schatten auf die internen Dynamiken des Rekordmeisters. Hainer übernahm im Mai 2023 eine Schlüsselrolle bei Kahns Abgang, führte Gespräche und kümmerte sich um die Vertragsauflösung. Trotz der Irritation über Kahns Äußerungen bleibt das Verhältnis weiterhin gut.

Die Vorfreude auf das Champions-League-Rückspiel gegen Real Madrid ist dennoch riesig. „Wir spielen tollen Fußball“, so Hainer, der die Allianz Arena und die Fans als zusätzliche Stütze sieht. Real Madrid, der Champions-League-Dominator der letzten Dekade, sei zwar ein ernstzunehmender Gegner, aber Bayern sei bereit für die Herausforderung.

Die jüngsten Auftritte der Mannschaft, die in 45 Pflichtspielen bereits 153 Tore erzielte, zeugen von unbändigem Siegeswillen. In Freiburg wurde bis zur Nachspielzeit gekämpft (3:2), und auch gegen St. Pauli ließ man nicht locker (fast 6:0). Diese Leidenschaft und Spielfreude machen einfach Spaß – und werden auch gegen Real Madrid gefragt sein.

Die Diskussion um Musialas Rolle bei der WM 2026 – und seine Fitness – wird sich sicherlich weiterentwickeln. Doch eines ist klar: Im Moment genießt der Youngster die volle Unterstützung des Vereins und soll sich voll und ganz auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren. Bayerns Zukunft hängt nicht unerheblich von der Gesundheit und dem Können ihres Supertalents ab.