Mt melsungens dementi war gelogen: dujshebaev kommt doch
Der spanische Europameister Dani Dujshebaev wird trotz offiziellen Dementis im Sommer zur MT Melsungen wechseln. Der Klub bestätigte den Transfer am Mittwoch – und machte damit eine Aussage von Vorstand Andreas Mohr vom Anfang Februar zur Farce.
„Kein thema“ war gelogen
„Dujshebaev ist kein Thema“, hatte Mohr noch vor gut sechs Wochen der HNA erklärt. Jetzt steht fest: Der 28-jährige Rechtsaußen unterschreibt einen Dreijahresvertrag in Nordhessen. Was damals wie eine klare Absage klang, entpuppt sich als Verhandlungsmasse. Der Klub wollte offenbar nicht, dass Industria Kielce oder Mitbewerber die Gespräche bemerken.
Intern liefen bereits die Vertragsgespräche. Finn Lemke, Co-Trainer der MT, lobte nun öffentlich das „perfekte Profil“ des Spielers. Die Führung hat umgeschaltet – und das mit Erfolg. Dujshebaev bringt 176 Einsätze in der ChampionsLeague mit, war 2020 und 2022 mit Spanien Europameister. Seine Wurfvarianten von rechts sind eine Waffe, seine Erfahrung auf der Großbühne ein Garant für Playoff-Luft.

Brüderpaar dominiert die liga
Mit dem Wechsel rückt die Bundesliga ins Rampenlicht. Bereits im Winter schnappte sich der VfL Gummersbach seinen Bruder Alex, den MVP der Final Four 2022. Nun zieht Dani nach. Ein Brüderpaar, das die Liga nachhaltig prägt. Für die MT bedeutet das: mehr Zuschauer, mehr Druck, mehr Qualität. Die Fans dürfen sich auf Duelle freuen, in denen die Dujshebaevs gegeneinander werfen – ein Seitenwechsel, der die emotionale Schärfe der Handball-Bundesliga erhöht.
Christian Schneider, TSV Pelkum Sportwelt
