Msv duisburg: derbysieg in essen verpatzt – fehlende einstellung und platzverweis!

Schlag auf Schlag für die Zebras: Nach einer erneut schwachen Auswärtsleistung hat der MSV Duisburg das Revierderby bei Rot-Weiss Essen mit 0:1 verloren. Die siebte Saisonniederlage fernab der Heimspielstätte wirft lange Schatten auf die Ambitionen des Teams.

Die erste halbzeit: phlegmatisch und ohne biss

Die Essener Hafenstraße war kein glücklicher Ort für die Duisburger Anhänger. Von Beginn an wirkte sich die Mannschaft von Dietmar Hirsch zu passiv und kraftlos. Die erste Halbzeit war geprägt von fehlender Entschlossenheit und einem Mangel an Dynamik. „Wir waren in den ersten 60 Minuten nicht so richtig im Derbymodus“,räumte der Trainer nach dem Spiel bei MagentaSport ein. Passivität und zu große Abstände prägten das Spiel der Zebras, die sich dem Ansturm der Rot-Weissen kaum entgegenstellen konnten.

Casars platzverweis: der genugtuungsschlag für essen

Casars platzverweis: der genugtuungsschlag für essen

Als wäre die bisherige Leistung noch nicht enttäuschend genug gewesen, sorgte Mittelfeldspieler Aljaz Casar in der 73. Minute mit einer unsportlichen Tätlichkeit gegen Franci Bouebari für den umstrittenen Platzverweis. „Im Derby muss man ein bisschen cooler sein und darf sich nicht zu sowas hinreißen lassen. Das geht eigentlich gar nicht“, kritisierte Hirsch den Vorfall. Der Rote Karton schadete nicht nur der taktischen Ausrichtung, sondern gab dem Gegner auch den entscheidenden psychologischen Vorteil.

Hirsch’s appell: mut zeigen und osnabrück vergessen machen

Hirsch’s appell: mut zeigen und osnabrück vergessen machen

Trotz der bitteren Niederlage will der MSV die Saison nicht abschenken. Im Gegenteil: Die Mannschaft soll sich an den kämpferischen Leistungen der Schlussphase gegen Essen orientieren. „Wir sollten jetzt einfach mutig spielen“, forderte Hirsch. Die Aufgabe wird jedoch alles andere als einfach, denn am Dienstagabend empfängt der MSV den Tabellenführer VfL Osnabrück. Ein Sieg gegen die überragende Mannschaft aus Niedersachsen ist die einzige Möglichkeit, die Derby-Niederlage schnell zu vergessen und den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.

Kapitän Rasim Bulic, der nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte, unterstrich die Entschlossenheit des Teams: „Alles drin“, so der erfahrene Verteidiger. Bleibt abzuwarten, ob die Zebras die notwendige Kraft und den Willen aufbringen können, um die Saison positiv zu beenden.