Mourinho: „real madrid ist das beste team, das ich je trainiert habe“
José Mourinho hat im Podcast „Beast Mode On“ mit Adebayo Akinfenwa eine überraschende und ehrliche Offenbarung geteilt: Er möchte, dass die Spieler des Real Madrid bei der Weltmeisterschaft scheitern, damit sie schnellstmöglich in die Vorbereitung zurückkehren. Der Portugiese, der am 13. Juli in Valdebebas die Arbeit aufnimmt, verteidigte zudem vehement seine Herangehensweise an die Kaderplanung und erklärte, er brauche die besten Spieler, um erfolgreich zu sein.
Keine „säuberung“, sondern herausforderung
Gerüchte über eine umfassende Umstrukturierung des Kaders durch Mourinho kursierten in den letzten Wochen. Der Portugiese wies diese Behauptungen jedoch entschieden zurück: „Ich habe gelesen, dass Mourinho kommt und die besten Spieler rausschmeißt, weil sie angeblich Probleme hatten. Nein, nein, ich will diese Spieler! Ich will die Besten!“, betonte er im Gespräch. Vielmehr sehe er seine Aufgabe darin, die optimale Zusammensetzung und das richtige Klima innerhalb des Teams zu finden. „Jetzt muss ich herausfinden, wie ich ein Team zusammenstelle und nicht die Probleme habe, die angeblich in der Vergangenheit bestanden haben.“
Mourinho bekräftigte, dass Top-Spieler keine Belastung, sondern eine Bereicherung darstellen: „Die besten Spieler zu haben, ist das beste Problem, das ein Trainer haben kann. Wenn du Probleme mit mittelmäßigen Spielern hast, dann ist das ein echtes Problem.“

Real madrid: sein lieblingsumfeld
Obwohl er sich noch nicht offiziell vorgestellt hat, ließ Mourinho bereits durchblicken, wie er die Situation beim Königlichen einschätzt. Bei der Frage nach dem besten Umfeld, in dem er je trainiert hat, zögerte er nicht: „Real Madrid.“ Diese Aussage ist ein starkes Signal an die Fans und unterstreicht seine Zuversicht und Begeisterung für die neue Aufgabe.
Ein weiterer interessanter Punkt betraf Mourinhos Einstellung zum Fußball-Weltpokal. Nach zehn Minuten habe er sich von den Spielen abgewendet. „Ein 7:1 oder ein 5:1 – das ist nicht möglich bei einer Weltmeisterschaft“, so der Trainer, der darauf wartet, seine Spieler zurückzuerhalten, um die Vorbereitung intensivieren zu können. Er wünscht sich, dass die Madrilenen schnell ausgeschieden, damit er sie wieder in seinen Reihen begrüßen kann.

Die kunst des trainers: keine wunder, sondern verbesserung
Mourinho zeigte sich reflektiert über seine Karriere und gestand, dass er keine „Wunder“ vollbringt. Seine Stärke liege vielmehr darin, Spieler zu verbessern, die Verbesserungspotenzial haben: „Ich mache keine Wunder, aber ich kann die Spieler besser machen, die besser werden wollen.“ Der Vorfall mit Samuel Eto’o als Außenverteidiger im Halbfinale gegen Barcelona wies er als Überbewertung zurück: „Die Leute sagen, das war ein Mourinho-Wunder. Das war es nicht. Eto’o hat das alleine gemacht. Er wollte unbedingt Barcelona schlagen.“

Ein leben zwischen sieg und niederlage
Auf die Frage, wie er mit dem Druck und den Höhen und Tiefen des Profifußballs umgeht, antwortete Mourinho mit einem lakonischen Lächeln: „Wenn ich gewinne, habe ich keine Zeit für den Himmel, und wenn ich verliere, habe ich keine Zeit für die Hölle.“ Seine Leidenschaft und Liebe zum Fußball trieb ihn an. Er gestand zudem, dass er das Fußballgeschehen bei der Weltmeisterschaft nur schwer verfolgen kann, da er sich bereits auf die nächste Aufgabe konzentriert. Trotzdem träume er davon, eines Tages eine Nationalmannschaft zu trainieren: „Der Fußball bei der Weltmeisterschaft, das ist etwas Besonderes, das ich gerne einmal erleben würde.“
Seine Vorliebe für Vereinsfußball, für das tägliche Training und die enge Zusammenarbeit mit den Spielern, wird er jedoch nicht aufgeben. „Ich bin ein Mann des Clubs“, betonte er, und seine Worte lassen keinen Zweifel daran, dass er in Madrid alles daran setzen wird, um den Verein wieder an die Spitze zu führen.
