Morikawa triumphiert dramatisch bei at&t pebble beach pro-am
Spektakuläres finale an der kalifornischen küste
Pebble Beach, Kalifornien – Nach einer langen Durststrecke von 28 Monaten hat Collin Morikawa endlich wieder einen Sieg auf der PGA Tour gefeiert. Das AT&T Pebble Beach Pro-Am lieferte ein dramatisches Finale, geprägt von Wind, Spannung und unerwarteten Wendungen. Morikawa zeigte Nervenstärke und bewies, dass er zu den besten Golfern der Welt gehört. Der Sieg ist nicht nur sportlich ein Erfolg, sondern auch ein persönlicher Meilenstein für den jungen Golfer.

Ein wilder kampf um die spitze
Sonntags teilten sich zeitweise gleich sechs Spieler die Führung. Insbesondere Scottie Scheffler sorgte mit einer unglaublichen Aufholjagd für Aufsehen. Er zeigte eine beeindruckende Leistung und kam dem größten Comeback in der Turniergeschichte gefährlich nahe. Die Bedingungen waren alles andere als einfach: starker Wind und die Nähe zum kalten Pazifik stellten die Golfer vor große Herausforderungen. Die Atmosphäre war angespannt, jeder Schlag zählte.

Warten auf den entscheidenden moment
Für Morikawa wurde die Situation besonders zäh, als er am 18. Loch auf seinen Abschlag warten musste. Jacob Bridgeman kämpfte mit Schwierigkeiten am Strand, und sein Ball landete schließlich im Meer. Diese Verzögerung von etwa 20 Minuten forderte Morikawa mental heraus. "Ich habe versucht, an alles andere als Golf zu denken", gestand er. Die Kulisse am Pazifik bot jedoch etwas Ablenkung und half ihm, sich zu konzentrieren.

Zwei birdies in folge entscheiden das turnier
Als der Spielbetrieb wieder aufgenommen wurde, zeigte Morikawa seine Klasse. Mit zwei Birdies in Folge übernahm er die Führung. Den entscheidenden Schlag landete er mit einem 4-Eisenschlag aus 235 Yards, den er über die Küstenklippe schlug und der vom Wind zurück auf das Grün gebracht wurde. Zwei Putts reichten ihm für ein Ergebnis von 5 unter Par (67) und einen knappen Sieg vor Sepp Straka und Min Woo Lee.
Rekordgleiche turnierbilanz und freudige nachricht
Mit einem Gesamtergebnis von 22 unter Par (266) stellte Morikawa eine neue Bestmarke für 72 Löcher beim AT&T Pebble Beach Pro-Am ein, die zuvor Brandt Snedeker im Jahr 2015 aufgestellt hatte. Nach 45 Turnieren ohne Sieg ist dies ein wichtiger Erfolg für den zweimaligen Major-Champion. Der Sieg markiert auch einen Wendepunkt in seiner Einstellung zum Golf – er möchte das Spiel wieder mit Freude und nicht mit rein technischem Fokus spielen. Darüber hinaus verkündete Morikawa, dass er und seine Frau im Frühjahr ihr erstes Kind erwarten: "Es gibt so viel im Leben, das man genießen kann!"
Schefflers beeindruckende aufholjagd
Scottie Scheffler startete mit einem Rückstand von acht Schlägen in den Finaltag und zeigte eine beeindruckende Leistung mit drei Eagles in seiner Runde von 63 Schlägen. Er kämpfte sich bis auf einen Schlag an Morikawa heran, konnte aber am Ende nicht mehr mithalten. Scheffler zeigte einmal mehr seine Konstanz und beendete das Turnier auf einem geteilten vierten Platz, womit er seine Serie von 18 PGA Tour Starts in den Top 10 fortsetzt. Er schrieb damit Geschichte, indem er der erste Spieler wurde, der in einer Runde drei Eagles beim Pebble Beach Pro-Am erzielte.
Bhatias rückfall und morikawas aufstieg
Akshay Bhatia, der das Turnier als Führender begonnen hatte, konnte in den letzten 29 Löchern nur noch zwei Birdies erzielen und verlor den Anschluss. Morikawa hingegen kämpfte sich mit einer starken 62er-Runde am Samstag in eine gute Position und bewies im Finale Nervenstärke. Mit seinem Sieg verbessert er sich auf Platz 5 der Weltrangliste. Der Sieg in Pebble Beach ist ein wichtiger Schritt auf seinem Weg zu weiteren Erfolgen.
