Monaco-debakel: mercedes erwägt klage nach gaslys podium – russell verliert punkte!
Das Fürstentum Monaco sorgt weiterhin für Gesprächsstoff in der Formel 1. Fünf Tage nach dem dramatischen Rennen hat die FIA überraschend Pierre Gasly nachträglich auf den dritten Platz aufgerückt, was nun eine Welle der Entrüstung und juristische Überlegungen auslöst. Toto Wolff und Mercedes sind alles andere als glücklich über die Entscheidung und prüfen rechtliche Schritte.
Die fia wendet sich: messfehler als auslöser
Der Automobil-Weltverband hatte zunächst einem Einspruch des Alpine-Teams stattgegeben, nachdem festgestellt wurde, dass bei Gasly Messfehler in der Boxengasse vorlagen. Seine ursprüngliche Zehn-Sekunden-Strafe wurde daraufhin aufgehoben. Es ist wahrscheinlich, dass ähnliche Ungenauigkeiten auch bei den Strafen anderer Piloten zu Fehlentscheidungen geführt haben. Das Problem: Gasly erreichte als Dritter die Ziellinie, die Strafe wurde erst nachträglich verhängt und konnte somit nach Abschluss des Verfahrens problemlos wieder aufgehoben werden.
Toto Wolffs Reaktion: „Wir ärgern uns zu Recht“
„Wir bewerten gerade, was die Gasly-Situation für George Russell bedeutet“, erklärte der Mercedes-Motorsportchef sichtlich verärgert. „Wir haben mit unseren Anwälten telefoniert, um zu schauen, was wir für George tun können.“ Russell, der nach Verbüßen seiner Strafe als Zwölfter ins Ziel kam und somit wertlose Punkte verlor, sieht sich um eine Podiumsplatzierung betrogen.
Die FIA räumte in ihrem Urteil ein, dass die Strafen die Rennstrategien und somit die Rennergebnisse der betroffenen Piloten „bedauerlicherweise beeinträchtigt“ hätten. Eine bereits verbüßte Strafe kann jedoch nicht rückgängig gemacht werden – ein Fakt, der Mercedes besonders empört.
Wolff drückt die Hoffnung aus, dass die FIA Möglichkeiten findet, Georges Rennen zu korrigieren. „Definitiv ist es etwas, über das wir uns mit gutem Grund ärgern. Glauben wir realistisch, dass wir eine Chance haben, das Ergebnis umzukehren? Ich glaube nicht. Aber wir müssen es auf jeden Fall versuchen.“
Red Bull und McLaren, deren Fahrer Isack Hadjar und Oscar Piastri durch Gaslys Versetzung Punkte verloren haben, erwägen ebenfalls, in Berufung zu gehen. Ihnen steht eine Frist von 96 Stunden zur Verfügung, um tatsächlich Einspruch einzulegen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich aus der Situation weitere rechtliche Auseinandersetzungen entwickeln werden. Die Entscheidung der FIA wirft ein schlechtes Licht auf die Messsysteme und die Konsistenz der Strafverhängung in der Formel 1.

Antonelli schreibt geschichte im training
Neben dem Drama um die Podiumsplätze sorgte auch Andrea Antonelli im ersten Training für Aufsehen. Der junge Italiener dominierte das Feld und sicherte sich den ersten Platz, während sein Teamkollege erst gar nicht zum Einsatz kam. Ein weiteres Zeichen für das enorme Talent des aufstrebenden Sterns.
