Modena zerquetscht spezia und schießt sich auf playoff-kurs
Der Modena FC hat am Freitagabend mit dem Kopf durch die Wand gemacht. 3:0 gegen Spezia, Platz fünf nur noch zwei Punkte entfernt – und das nach einem Seuchen-Start mit nur einem Zähler aus den letzten drei Partien.
Stefan Fischer, TSV Pelkum Sportwelt
De luca und gliozzi fegen spezia vom platz
Braglia-Stadion, 18. Spielminute: Erst donnert der 17-jährige Ghanaer Wiafe aus 18 Metern aufs Tor, dann schaltet Davide De Luca schneller als jedes Spezia-Bein zum 1:0. Der Angreifer trifft gegen die Ligurier zum dritten Mal in Serie – letzte Saison noch im Cremonese-Trikot im Playoff-Halbfinale, nun in Gelb-Blau. Die Gäste wirken wie gelähmt, Valoti und Santoro laufen ihre Gegner schwindelig.
Kurz nach der Pause der Knockout: De Luca köpft eine Santoro-Flanque unter die Latte (55.), drei Minuten später tankt sich Gliozzi von halblinks durch die komplette Abwehr und nagelt das Leder zum 3:0 unter die Querlatte. Donadoni rauft sich die Haare, seine Elf verliert den Ball im Mittelfeld wie auf dem Karussell. Chichizola im Modena-Kasten muss danach nur noch einen Romano-Schuss aufnehmen, mehr Spezia-Dampf bleibt nicht übrig.

Playoff-luft für modena, abstiegsangst für spezia
Mit 46 Zählern springt Modena zumindest über Nacht auf Rang sechs – ein Punkt hinter Parma, zwei hinter Catanzaro. Die Torgaranten sind klar: De Luca erstmals doppelt im Dress des Canarino, Gliozzi nur sein zweiter Treffer 2026. Auf der Gegenseite bleibt Spezia mit 29 Punkten im Todeskampf, jetzt Drittelletzter gemeinsam mit Reggiana. Die 0:3-Packung brennt, weil die Ligurier nach dem spektakulären 3:2 gegen Monza den Bogen überspannt hatten.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Modena schießt 15 seiner 32 Saisontore nach Standards, De Luca allein steht bei zwölf Treffern. Wenn die Sturmspitze in Form ist, verliert Modena selten – bislang nur einmal, als der Ex-Cremonese traf. Spezia dagegen kassierte in den letzten fünf Auswärtsspielen 12 Gegentore, die Abwehr wirkt wie ein offenes Tor.
Am Horizont der Emilianer rückt nun das Duell bei Cremonese näher. Gewinnen sie dort, könnten sie vor dem direkten Vergleich gegen Catanzaro Platz fünf übernehmen. Für Spezia geht es gegen den FC Südtirol – ein weiterer Fehltritt und der Abstieg rückt in Reichweite. Die Saison ist lange nicht entschieden, aber nach diesem Freitag ist klar: Wer trifft, lebt – wer verpasst, stürzt.
