Mkhitaryan-ausgerechnet jetzt! inter zittert um den 37-jährigen
Henrikh Mkhitaryan rauschte gegen Atalanta in die Partie, prägte sie mit einem Zuckerpass – und humpelte danach vom Feld. Rückennummer 22, Adduktorenprobleme, Ausfall bis nach der Länderspielpause. Genau der Mann, den Christian Chivu gerade nicht verlieren darf.

Vertrag bis 30. juni, dann wird es brenzlig
Die Uhr tickt. Oaktree will keine 38-Jährigen mehr subventionieren, die Tabelle will Punkte. Zwischen beiden Polen steht ein Armenier, der in den letzten vier Wochen zwei Siege rettete: 1:0 in Lecce durch sein Tor, 1:0 gegen Genua durch die Vorlage auf Federico Dimarco. Zahlen, die sich gegen die Beton-Mauer „Alter“ stemmen.
Im Mittelfeld-Roulette derzeit nur ein sicherer Kandidat: Piotr Zielinski. Calhanoglu zwickt die Wade, Barella taumelt durch Form-Täler, Frattesi rutscht auf Außenbahnen, Sucic versteckt sich vor Zweikämpfen, Diouf ist nach wie vor ein April-Rätsel. Chivus Blick fällt deshalb immer wieder auf Mkhitaryan – den einzigen Spieler, der in Ballbesitz die Tempo-Schraube findet und in Ballfern den Gegner wegräumt.
Die medizinische Abteilung liefert bis Montag interne Befunde. Steht das Risiko einer Reizung, könnte der Staff das Gespräch über ein weiteres Jahr forcieren. Verdichtet sich zu einem Riss, schlägt die Stimmung um: Dann lautet die Devise „Scudetto zuerst, Personalplanung später“. Die Meisterschaft Nummer 21 steht auf dem Spielplan, die Zukunft eines Altstars auf dem Prüfstand.
Der Kreis schließt sich. Vor einem Jahr noch galt Mkhitaryan als Notlösung für die Box-to-Box-Rolle. Heute hält ihn Chivu in der 70. Minute für die 70. Punktminute bereit. Ein Einsatz, der sich wiederholen soll – wenn der Oberschenkel mitspielt. Ansonsten bleibt nur die Erkenntnis: Inter hat ein Mittelfeld voller Namen, aber nur eine Handvoll, die die Macht der Stunde erträgt. Ohne den 37-Jährigen wird diese Last noch schwerer zu tragen sein.
