Mkhitaryan droht nächster pferdekuss – rom-duell in gefahr

Henrikh Mkhitaryan muss erneut die Hosen runterlassen – diesmal wegen eines angerissenen linken Bizepsfemoris. Der 35-Jährige verließ die Strecke gegen Atalanta mit hängender Hüfte, heute bestätigte das Humanitas-Institut in Rozzano: Muskelfaser-Strang, variabler Riss, Ausfallzeit offen.

Der zweite streich gegen dieselte wade

Schon am 25. Oktober zwickte es den Armenier im Halbfinale gegen Napoli – damals Semitendinosus, jetzt sein Nachbar. Zwei Male dieselbe Gruppe, dieselbe Saison, dieselbe Frage: Wie viel Belastung verträgt ein Mittelfeld-Motor, der seit 17 Jahren nonstop auf Hochtouren läuft?

Inter bestätigt: Gegen Fiorentina am Sonntag ist Schluss. Die Länderspielpause kommt zur rechten Zeit, doch die Rückkehr gegen Roma Anfang April bleibt ein Krimi. Mourinho wartet mit offenen Armen auf seinen ehemaligen Orchestrator – und auf seine Schwäche.

Die Zahlen sind hart: Ohne Mkhitaryan verlor Inter in dieser Spielzeit 33 Prozent der Punkte. Mit ihm: nur 8. Seine diagonalen Läufe zerstören Pressingblöcke, seine Vorlagen liegen bei 7 – mehr als jeder andere Nerazzurro. Simone Inzaghi muss nun entweder Frattesi ins tiefe Zentrum zerren oder auf Asllani setzen, der noch kein einziges Spiel über 90 Minuen durchgestanden hat.

Der körper schlägt zurück – und der kalender auch

Der körper schlägt zurück – und der kalender auch

Die Champions-League-Viertelfinals rücken näher. Ein Ausfall bis Mitte April würde bedeuten: Keine Frische gegen Porto, vielleicht auch keine Geduld der Bosse. Mkhitaryans Vertrag läuft 2024 aus, ein Vorstands-Zitat aus dem Januar hallt nach: „Wir investieren nur in Spieler, deren Muskeln mitspielen.“

Lo que nadie cuenta ist die Psyche. Mkhitaryan galt stets als Profi, der seine eigenen Reha-Pläne zeichnet. Diesmal aber übernahm Inter sofort das Steuer – Humanitas, Kryo-Kammer, Blutanalyse alle 48 Stunden. Der Klub will verhindern, dass der 35-Jährige sich selbst überredet, früher zurückzukehren. Das passierte 2019 in Rom – und endete mit einem Nachriss nach 18 Tagen.

Für die Tifosi bleibt ein Trost: Der Strafstoß-Handel gegen Frattesi ist längst vergessen, die Curva zeigte sich versöhnlich. Doch wenn Mkhitaryan Anfang April auf dem Olimpico fehlt, wird die Klinge wieder hervorgeholt. Denn dann spielt nicht nur Inter gegen Roma – sondern auch ein Mittelfeld-Ghost gegen seine eigene Achillessehne.