Mkhitaryan droht ausfall gegen roma – inter bangt um mittelfeld-motor
Mailand – Der Biss in die Zange kommt teuer. Henrikh Mkhitaryan zog sich am Sonntag gegen Atalanta einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu, bestätigt der Klub am Montagvormittag. Die Diagnose: Riss im linken Muskelbauch. Die Folge: Der 35-jährige Armenier fällt mindestens drei Wochen aus – und verpasst damit die Top-Spiele gegen Fiorentina und, womöglich, das Gastspiel Anfang April bei seinem Ex-Club Roma.
Humanitas-check bringt harte zahlen
Mkhitaryan wurde sofort ins Humanitas-Institut nach Rozzano gebracht. Die MRT-Bilder zeigen eine klare Lücke im Muskelbauch – keine Prellung, kein harmloser Kater. Es ist bereits der zweite Oberschenkel-Stop in dieser Saison. Am 25. Oktober hatte er das gleiche Bein am Napoli-Spiel verletzt, damals traf das Trio Calhanoglu-Asllani-Barella die Notlösung. Jetzt ist wieder Handlungsbedarf.
Inter muss die Lücke füllen, bevor die Meisterschaft in die heiße Phase läuft. Simone Inzaghi plant laut internen Protokollen eine Doppelfunktion: Nicolò Barella rückt eine Spur tiefer, Davide Frattesi bekommt grünes Licht als dynamischer Achter. Die Zahlen sprechen für sich: Mit Mkhitaryan auf dem Platz kassiert Inter nur 0,6 Gegentore pro Spiel, ohne ihn steigt die Quote auf 1,1. Die Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte sinken um 14 %.

Rückkehr gegen roma? die uhr tickt
Der Nationalspieler-Urlaub Ende März ist Mkhitaryans einzige Chance, wieder in Tritt zu kommen. Die medizinische Staffel rechnet mit einem Comeback zwischen dem 2. und 4. April – genau dann gastieren die Nerazzurri im Olympico. Für Mkhitaryan wäre es ein emotionales Wiedersehen: 2019 bis 2022 lief er für die Giallorossi auf, bevor er ablösefrei nach Mailand wechselte.
Doch der Plan hat einen Haken: Sollte sich die Heilung verzögern, droht auch das Viertelfinale der Champions League. Die Nervosität ist den Profis anzumerken. „Wir haben genug Qualität, um auch ohne Micki zu punkten“, sagt Inzaghi nach der Atalanta-Partie, doch seine Stimme klingt deutlich rauer als sonst. Die Verantwortlichen wissen: In der Königsklasse gibt es kein Handicap.
Bis dahin heißt es: Schmerzmittel, Muskelkontroll-Scans, individuelles Aufbautraining. Und für Inter? Punkte sammeln, bevor die Tabelle am 30. Spieltag wieder von Kopf an Kopf geht. Die Länderspielpause wird zur Zitterpartie – für Mkhitaryan, für Inzaghi und für alle, die den Scudetto nach 19 Jahren endlich wieder in Mailand sehen wollen.
