Michael b. jordan trainierte sich zum oscar: vom trainingshasser zum muskelpaket
Einmal hasste er jede Kniebeuge, jetzt trägt er die Goldstatuette in der Hand und ein Sixpack darunter. Michael B. Jordan gewann gestern Abend in Los Angeles den Oscar als bester Hauptdarsteller – und lieferte dabei nicht nur eine schauspielerische Glanzleistung ab, sondern auch einen Körper, der auf dem roten Teppich für Gänsehaut sorgte.
Der doppelrolle wegen wurde aus ihm ein athlet
In Sinners – I peccatori spielt Jordan eine Zwillingsschwester und einen Bruder, die sich in den 1950er-Jahren im segregierten Süden der USA aus der Knechtschaft ihrer Vergangenheit befreien wollen. Um die körperliche Wandlung glaubwürdig zu machen, ließ sich der 39-Jährige vom Hollywood-Coach Corey Calliet in einen „Walking Statue“ verwandeln – in 16 Wochen, sechs Mahlzeiten pro Tag und einem Training, das bei 4:30 Uhr morgens begann.
Calliet, der schon Creed und Black Panther in Form brachte, verlangte dreimal Kraft, zweimal Cardio und einmal Recovery pro Woche. Dazu kam eine Ernährung mit 3.800 Kalorien – Hühnerbrust, Süßkartoffeln, Haferflocken und Eiklar in Industrialdosen. „Er hasste Squats, aber er hasste es noch mehr, nicht zu gewinnen“, sagt Calliet. Jordan selbst betonte nach der Preisverleihung: „Gott ist groß, aber meine Beine tun immer noch weh.“

Die konkurrenz sah alt aus
Die Academy wählte ihn gegen Timothée Chalamet, Leonardo DiCaprio, Ethan Hawke und Wagner Moura. Letztere kamen in Smoking, Jordan kam wie aus dem 3D-Drucker. Sein Stylist verriet, dass der Anzug extra enger geschnitten wurde, um die V-Form zur Geltung zu bringen. Die Message: Hier steht nicht nur ein Schauspieler, hier steht eine körperliche Verheißung.
Das Training begann, bevor das Drehbuch fertig war. Jordan wollte sicherstellen, dass die Zuschauer nicht nur die Geschichte der Zwillinge glauben, sondern auch ihre Stärke spüren. Das Resultat: 9 % Körperfett, 15 Kilo Muskelmasse zugelegt, ein Bizeps, der im Close-up fast die Leinwand sprengt.
Der oscar ist nur der anfang
Nächste Woche startet er die Produktion seines nächsten Films, wieder mit Calliet an der Seite. Dabei wird er noch größer, noch härter, noch schneller. Wer jetzt denkt, dass Jordan nur für die Rolle trainierte, irrt. Er trainiert, weil er endlich liebt, was er früher hasste. Und weil er weiß: In Hollywood zählt nicht nur, was du sagst, sondern auch, wie du aussiehst, wenn du es sagst.
Die Goldmedaille für den besten Körper holte er sich vor der Goldstatuette. Beides trägt er jetzt selbstbewusst durch die Nacht – und die Fitnessindustrie bereitet bereits die nächste Transformation vor. Jordan hat gezeigt: Wer sich verändert, verliert nicht sich selbst, er gewinnt die Welt.
