Milliarden-frage: so zerreißt geld die seele des fußballs – exklusiv in frankfurt sehen

Der Ball rollt, doch das Spiel entscheidet sich längst nicht mehr im Sechzehner. Am Donnerstag wirft die ARD-Dokumentation „Inside Fußball – Wer kauft das Spiel?“ den Vorhang auf und zeigt, wie Investoren den europäischen Klubfußball von Grund auf umbauen. Frankfurt wird zur Bühne, und Sie können live dabei sein.

Markus krösche packt aus: „der druck wächst mit jedem euro“

In der ASTOR Film Lounge MyZeil treten ab 19 Uhr die ersten beiden Folgen vor Premierenpublikum an. Auf dem roten Teppich: Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche und Sky-Reporter Florian Plettenberg. Sie liefern Einblicke, die sonst nur hinter verschlossenen Türen fallen. Wie tickt ein Manager, wenn ein Scheich-Angebot über 100 Millionen auf dem Tisch liegt? Wann wird ein Verein zum Laufstall für Rohstofffonds?

Die Antworten kommen ohne erhobenen Zeigefinger. Stattdessen zeigt die Kamera leere Ränge in Lille, goldgetünchte Umkleidekabinen in Newcastle und Büros in Denver, wo Excel-Tabellen den nächsten Weltstar nach Saudi-Arabien lotsen. Die Zuschauer erleben, wie innerhalb von 90 Minuten ein kompletter Verein den Besitzer wechselt – und mit ihm die Identität einer ganzen Stadt.

Ard enthüllt transfer-karussell: 48 stunden, drei deals, null moral

Ard enthüllt transfer-karussell: 48 stunden, drei deals, null moral

Die Reihe gliedert sich in drei Akte: „Der Abstand“ lotet die Kluft zwischen deutscher Vereinsphilosophie und englischem Hedge-Fund-Kapital aus. „Das Kapital“ begleitet einen 19-jährigen Top-Talent, dessen Berater gleichzeitig Anteile an einem Beraterunternehmen hält. „Die Zukunft“ fragt schließlich, ob die Bundesliga in fünf Jahren noch ein Selbstversorger sein kann oder nur noch ein Etikett auf einer Holding-Gesellschaft.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der 50+1-Regel. Die Dokumente belegen, wie ein einzelner Investor über mehrstöckige Zwischenfirmen 49 Prozent plus eine Stimme sichert – und damit effektiv das Sagen über Traditionsklubs übernimmt. Die Quote? Laut interner UEFA-Studie sind bereits 37 Prozent aller Erstligavereine indirekt in Private-Equity-Hand.

Ab 18 Uhr öffnet die ASTOR-Film-Lounge ihre Türen, Einlass erfolgt nach Eingangsreihenfolge. Wer zwei der begehrten Tickets ergattert, erhält eine schriftliche Bestätigung und darf sich auf eine Diskussion gefasst machen, die weit über Frankfurt hinauswellt. Die dritte Folge folgt am 24. April in der ARD-Mediathek, die erste TV-Ausstrahlung läuft am selben Tag um 23.45 Uhr im Ersten.

Der Fußball war einst das, was 90 Minuten dauert und danach in der Kneipe weiterlebt. Heute dauert er 365 Tage, und die Abrechnung kommt per Push-Nachricht. Wer das Spiel kauft, kauft auch die Seele – und die steht am Donnerstag in Frankfurt zum Greifen nah.