Milan-juventus: ein routinier enthüllt die entscheidung für die rossoneri!
Mailand – Der AC Milan empfängt heute Abend Juventus Turin zum Spitzenspiel der Serie A. Doch die Schlagzeilen werden von einem alten Kapitel aufgewärmt: Marco Simone, einst gefeierter Stürmer beider Vereine, plaudert aus über die Entscheidung, die seine Karriere prägte. Warum entschied er sich damals für Mailand und nicht für die Alte Dame?

Die wahl fiel auf san siro – und berlusconi
Marco Simone, heute Präsident des FC Monaco United, blickt zurück auf den Frühling 1989. Er war ein aufstrebendes Talent beim FC Como, als Oscar Damiani, sein damaliger Agent, ihm eine Zerreißprobe präsentierte: zwei identische Verträge, einer vom AC Milan, der andere von Juventus Turin. „Gleiche Dauer, gleiches Gehalt“, erinnert sich Simone, „aber unterschiedliche Vereinslogos.“
Die Entscheidung mag im Nachhinein leicht erscheinen, doch zu diesem Zeitpunkt war sie alles andere als trivial. Simone erklärt: „Für mich war es eine einfache Entscheidung. Mein Vater war Inter-Fan, aber schon als Kind wurde ich von meinen milanistischen Onkeln zu den Spielen nach San Siro gebracht. Und dann war da die Euphorie um Berlusconi, der gerade den Verein übernommen hatte. Milanello lag zudem verkehrsgünstig nahe Castellanza – eine echte Erleichterung! (lacht)
Ein weiterer Faktor spielte eine Rolle: Damiani vertrat auch den jungen Stefano Casiraghi. „Einer musste nach Mailand, der andere nach Turin. Ich hatte das Glück, die Nase vorn zu haben“, so Simone.
Modric als Schlüsselspieler, Yildiz als Hoffnungsträger
Mit den heutigen Augen würde Simone die Entscheidung wohl wiederholen. „Der Zauber des San Siro ist unerreicht. Ich wäre sowieso in Mailand gelandet.“ Er blickt auf das heutige Spiel: „Es ist ein entscheidendes Duell im Kampf um die Champions-League-Qualifikation. Mit etwas Wehmut muss ich sagen, dass ich gehofft hatte, Milan würde der Inter noch mehr Widerstand leisten.“
Massimiliano Allegri habe ihn zwar etwas enttäuscht, indem er das Ziel, Platz vier zu erreichen, offen geäußert habe. „Milan und Juventus dürfen sich keine Grenzen setzen. Die wirtschaftliche Bedeutung der Champions League ist natürlich unbestreitbar.“
Simone kritisiert die offensive Leistung des AC Milan: „Ein besorgniserregender Trend, dass die Stürmer seit dem 1. März nicht mehr ins Netz getroffen haben. Es fehlt an echter Torinstinkt.“ Besonders Leaos Umwandlung in einen Mittelstürmer sieht er kritisch: „Rafa ist ein außergewöhnliches Talent, mit Körper und Technik auf Top-Niveau. Aber er ist in seiner jetzigen Rolle limitiert – ein ewiger Peter Pan, wie man mir schon damals sagte.“
Auch bei Juventus seien die Stürmer nicht immer von ihrer besten Seite: „David und Openda erzielten in Frankreich reihenweise Tore. In Italien ist der Fußball langsamer und taktisch anspruchsvoller.“
Das Spiel gegen Juventus habe für Simone immer eine besondere Bedeutung gehabt: „Ich habe keinem italienischen Verein mehr Tore erzielt. Es war immer etwas Besonderes, gegen die Bianconeri zu spielen – gegen eine Institution des italienischen Fußballs.“
Heute Abend erwartet er ein spannendes Spiel. „Es wird wohl kein 0:0 geben. Beide Mannschaften werden kämpfen.“ Er hebt zwei Spieler hervor: „Luka Modric beim AC Milan – er kann mit dem Tempo der Serie A problemlos noch 2-3 Jahre mithalten. Und bei Juventus: Kenan Yildiz – er hat alles, um ein Weltklassespieler zu werden. Das hat sogar Del Piero gesagt.“
Die Serie A ist in vollem Gange, und die Spannung steigt mit jedem Spieltag. Doch für Marco Simone bleibt die Entscheidung für Mailand im Frühling 1989 ein unvergesslicher Moment – ein Moment, der seine Karriere entscheidend prägte.
