Milan zahlt rekordsumme für verspätungen – und feiert dann teuer!
Rot-Schwarz in der Krise? Nicht auf dem Platz, aber in der Kasse! Der AC Milan hat in dieser Saison bereits eine astronomische Summe an Strafen für zu späte Einläufe kassiert – 132.000 Euro, um genau zu sein. Ein Wert, der selbst eingefleischte Fußballfans den Atem stocken lässt und Fragen aufwirft: Was steckt hinter den endlosen Minuten des Wartens, und wo landen die eingenommenen Gelder?
Maignan und rabiot als spitzenreiter der verspätung
Während die Fans im San Siro sehnsüchtig auf das nächste Tor warten, scheint es bei einigen Mailänder Spielern eine Art Ritual zu geben: das zögerliche Betreten des Rasens. Besonders auffällig sind dabei Torhüter Mike Maignan und Mittelfeldspieler Adrien Rabiot, die regelmäßig die Uhren anhalten lassen. Die Serie A hat das nicht unbemerkt gelassen und die Strafen entsprechend verteilt. Einmal 25.000 Euro für das erste Mal, dann weitere Strafen in unterschiedlicher Höhe. Die Summe addiert sich zu einer beachtlichen Summe.
Doch warum diese ständige Verspätung? Ist es eine taktische Spielerei, um den Gegner zu verunsichern? Oder steckt vielleicht doch nur mangelnde Disziplin dahinter? Der Gedanke an Max Allegri und seinen Mantra “halma” kommt einem in den Sinn. Hat der Trainer einen geheimen Plan, der in den Verspätungen stecken könnte? Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen – ein Mix aus Eitelkeit, Routine und vielleicht sogar ein bisschen Unachtsamkeit.

Wo landen die strafgelder? eine dinnerparty für den erfolg
Die 132.000 Euro sind natürlich kein Pappenstiel. Aber wohin fließen die Gelder? Laut Informationen aus gut unterrichteten Kreisen landet ein Großteil davon bei der Lega Serie A und wird für soziale Zwecke verwendet. Doch es gibt auch einen überraschenden Twist: Ein Teil der Strafgelder wird für interne Zwecke verwendet – genauer gesagt, für die luxuriösen Dinnerpartys des Teams.
So fand kürzlich ein exklusives Bankett im Hotel Gallia statt, finanziert durch die eingenommenen Strafgelder. Rund 70 Personen – Spieler, Trainer, Betreuer, Magaziner und Funktionäre – genossen ein Festmahl, dessen Preis vermutlich nicht für schwache Nerven geeignet ist. Ein ironischer Kontrast zu den bescheidenen Mitteln, die für die Strafen aufgewendet werden mussten.
Milan ist übrigens nicht der einzige Verein, der mit Verspätungen zu kämpfen hat. Der Como FC liegt mit 21.000 Euro auf dem zweiten Platz der Strafenliste, gefolgt von Napoli und Udinese mit jeweils 8.000 Euro. Aber der AC Milan setzt hier eindeutig neue Maßstäbe – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.
Es bleibt abzuwarten, ob die Mailänder Verantwortlichen aus dieser Situation die richtigen Lehren ziehen werden. Denn eines ist klar: Verspätungen kosten nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven. Und im Profifußball ist jede Sekunde entscheidend.
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der AC Milan seine Pünktlichkeitsprobleme in den Griff bekommt. Bis dahin bleibt uns nur, die Entwicklung mit amüsiertem Blick zu verfolgen – und darauf zu hoffen, dass die nächste Dinnerparty nicht schon wieder auf Kosten der Strafgelder geht.
