Milan wirbelt den transfermarkt auf: kean-deal für unter 62 millionen – guirassy als alternative

Der AC Mailand hat die Rechnung ohne Sturm gemacht. Trotz bester Defensive der Serie A hängt der Angriff – und mit ihm der Traum von der Champions-League-Rückkehr. Die Lösung könnte ein Preissturz sein, den kaum jemand kommen sah.

Moise kean: aus kaufoption wird rabatt-aktion

Die Klausel von 62 Millionen Euro, noch im Juli fällig, verflüchtigt sich mit jedem Spiel, in dem Kean nicht trifft. Acht Tore in 24 Partien – für Florenz enttäuschend, für Milan die Eintrittskarte in die Verhandlungsrunde. Die Rossoneri wollen jetzt drücken, heißt es um Casa Milan. Bereits im Winter lag ein Gebot bei 52 Millionen – damals noch zu hoch. Nun liegt die Latte bei 40, vielleicht sogar 35. Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass Allegri mit dem 24-Jährigen drei Jahre in Turin arbeitete und ihn 102-mal aufstellte. Das Problem: nur 14 Treffer dabei.

Doch Milan sucht nicht nur einen Torjäger, sondern einen Komplizen für Leao. Die beiden kennen sich aus Portugal-Tagen, teilen sich Playlists und Agenten. Im Kreuzfahrmodus könnte Kean die Tiefe schaffen, die Pulisic seit Jahreswechsel vermissen lässt – der US-Boy steht seit Dezember auf acht Treffer, ein Stillstand, der den Titel kosten kann.

Guirassy wartet im schatten, vlahovic bleibt die luxuswette

Guirassy wartet im schatten, vlahovic bleibt die luxuswette

Während sich Berater Zvoni Boban in Mailänder Hotels mit Besiktas-Bossen über Serhou Guirassy trifft, raucht in Turin ein ganz anderer Ofen. Dort hat Vlahovic plötzlich wieder Lust auf Verlängerung, doch sollte die Ehe mit Juve erneut kriseln, winkt Milan mit einem Sieben-Jahres-Kontrakt und 12 Millionen Netto. Die Summe ist blanker Hohn, wenn man bedenkt, dass Guirassy mit 12 Buden in 24 Bundesliga-Spielen nur einen Punkt hinter Kean liegt – bei einem Marktwert, der sich bei 18 Millionen bewegt.

Die Entscheidung fällt vor dem 15. Juli. Dann endet das Zeitfenster für Keans Sonderklausel. Wer zuerst unterschreibt, setzt den Dominostein in Bewegung. Füllkrug? Die Kaufoption von fünf Millionen gilt nur, wenn er trifft – bislang nur ein Tor, dafür riesige Laufwege. Gimenez? Null Treffer, aber dafür ein Instagram-Account, der mehr Likes als seine Liga-Einsätze zählt.

Milan also vor der Quadratur des Kreises: Teuer kaufen, billig kriegen oder abwarten, bis Juve zittert. Die Antwort kommt nicht aus dem Rechenzentrum, sondern aus dem Bauch. Und der sagt: Tore sind Luxus, aber der Mangel an ihnen wird zur existenziellen Gefahr. Wer nicht trifft, fliegt – ganz egal, wie viel man einspart.