Luca sigrist ballert sich mit nur acht spielen in europas elite
Die Hauptrunde ist vorbei, die Konkurrenz schaut neidisch nach Nordwestschweiz: Luca Sigrist hat mit dem HC Kriens-Luzern zwar das Ticket für die K.o.-Phase verpasst, dafür aber einen Platz unter den fünf besten Torschützen der EHF European League 2025/26 gesichert – und das bei nur acht Einsätzen.
Die bomber-liste wird von einem schweden angeführt
Axel Mansson zieht dennoch die größte Aufmerksamkeit auf sich. Der Linksaußen von IFK Kristianstad lässt alle Konkurrenten mit 86 Treffern aus zehn Partien alt aussehen. Dahinter tobt der Kampf um Rang zwei: Odinn Thor Rikhardsson (Kadetten Schaffhausen) konnte sich mit 73 Toren vor Kevin Gulliksen (Elverum/71) setzen. Ein Duo, das beweist, dass norwegische und schweizerische Klubs aktuell die treffsichersten Außenpositionen besetzen.
Deutsche Akteure? Erst ab Platz acht. Marko Grgic bringt es als bester Bundesliga-Profi auf 59 Treffer für Flensburg, Bence Imre folgt mit 57 Toren für THW Kiel. Zahlen, die in einem normalen Jahr für Spitzenplätze reichen würden – in dieser Saison reichen sie nur für die hinteren Tabellenregionen.

Sigrist und wanner: der schweizer doppelschlag
Die Statistik lügt nicht: Sigrist traf im Schnitt acht Mal pro Partie, sein Landsmann Levin Wanner (BSV Bern) sogar 7,75 – bei zwei Partien weniger als ihre Verfolger. Beide haben bereits ihren Bundesliga-Wechsel fixiert: Sigrist wechselt zu den MT Melsungen, Wanner zu TBV Lemgo. Für die Clubs ein Schnäppchen, für die Gegner ein Warnschuss: In der nächsten Saison treffen sie vor heimischem Publikum.
Der Blick auf die Werte offenbart eine weitere Schwäche des deutschen Handballs: Kein einziger Nationalspieler schafft es unter die Top-7. Die Tore kommen aus Skandinavien, der Schweiz oder Südosteuropa. Ein Alarmsignal, zwei Monate vor der WM.
Die European League verabschiedet sich mit einer klaren Botschaft: Torgefahr ist kein Zufall, sondern eine Frage der Effizienz. Und diese Effizienz liefern aktuell andere besser als die deutschen Top-Klubs. Wer den Titel will, muss zuerst lernen, zu treffen – und zwar öfter als alle anderen.
