Schiedsrichterlegende verabschiedet sich: dr. riem hussein pfeift ihr letztes bundesliga-spiel!

Ein Karrierende mit Geschichte: Dr. Riem Hussein, Deutschlands Rekord-Schiedsrichterin, leitet am letzten Spieltag der Frauen-Bundesliga ihr 156. und damit letztes Spiel im Oberhaus. Ein Abschied, der sie nach eigenen Worten „mit großer Dankbarkeit im Herzen“ erfüllen wird.

Die bad harzburgerin blickt zurück auf eine außergewöhnliche laufbahn

Das Duell zwischen dem Hamburger SV und dem Serienmeister Bayern München am Samstag (14.00 Uhr) markiert den krönenden Abschluss einer Karriere, die vor mehr als zwei Jahrzehnten begann. Hussein, die zuvor selbst in der 2. Liga beim MTV Wolfenbüttel aktiv war, debütierte 2006 in der Bundesliga und wurde 2009 auf die FIFA-Liste berufen. Der Startpunkt ihrer Schiedsrichterlaufbahn war ironischerweise ebenfalls in Hamburg – ein Umstand, der den Abschied noch emotionaler macht.

„Ich hatte am Anfang keine große Vision, wohin das alles führen kann“, so Hussein. Die Entscheidung, die Chance als Schiedsrichterin zu nutzen, fiel ihr, nachdem sie gespürt hatte, dass ihr diese Rolle zugetraut wurde. Nun, nach unzähligen Spielen und prägenden Momenten, blickt sie auf eine beispiellose Karriere zurück, die keiner Schiedsrichterin vor ihr gelang.

Mehr als nur fußball: der weg in die zukunft

Mehr als nur fußball: der weg in die zukunft

Auch wenn ihr die unmittelbare Bundesliga-Bühne fehlen wird, will sich Dr. Hussein dem Fußball weiterhin verbunden fühlen. Sie plant, als Videoassistentin tätig zu werden und junge Unparteiische auszubilden. „Besonders werde ich vermissen, hochklassigen Fußball aus der besten Perspektive zu erleben“, gesteht sie offen, ein Gefühl, das wohl jeder, der das Spiel aus dieser privilegierten Position verfolgen durfte, nachvollziehen kann.

Die Zahl 156 ist mehr als nur eine Statistik; sie steht für eine Ära, in der Dr. Riem Hussein die deutsche Frauenfußball-Bundesliga maßgeblich geprägt hat. Ihre Präsenz auf dem Platz war stets von Professionalität und Kompetenz geprägt, und ihr Abschied hinterlässt eine Lücke, die schwer zu füllen sein wird. Ein wahrer Pionier geht, aber hinterlässt ein starkes Erbe für kommende Generationen von Schiedsrichterinnen und Fußballfans.