Rot für schäfer: union berlin muss zwei spiele ohne mittelfeldmotor auskommen
Andras Schäfer wird zwei Wochen lang nur Zuschauer sein. Das DFB-Sportgericht bestätigte die Rote Karte gegen den Ungarn und sperrte ihn für die Bundesliga-Spiele in Freiburg und München. Die Entscheidung trifft den 1. FC Union Berlin mitten im Abstiegskampf.
Union verliert mittelfeld-antreiber
Schäfer war in der 19. Minute gegen Werder Bremen für ein Foul an Jens Stage vom Platz gestellt worden. Schiedsrichter Timo Gerach entschied auf Notbremse, der VAR schaltete sich nicht ein. Union-Kapitän Rani Khedira protestierte unmittelbar: „Ist es oberhalb vom Knöchel? Nein. Also ist es keine Rote Karte.“ Trainer Steffen Baumgart sprach von „einer klaren Gelben Karte“. Beide Einschätzungen halfen nicht.
Die Folge: Union kassierte nach Schäfers Platzverweis noch drei Gegentore und verlor 1:4. Die Berliner rutschen auf Rang 15, nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz. Ohrenbetäubend laut war die Diskussion nach dem Spiel, doch das Sportgericht ließ keine Revision zu. Die Sperre steht, Schäfer muss zuschauen.

Englische woche wird zum kraftakt
Bereits am Sonntag geht es nach Freiburg, eine Woche später gastiert Union bei den Bayern. Ohne Schäfers Laufarbeit und Ballsicherheit. Der 25-Jährige lief in dieser Saison 21-mal auf, erzielte ein Tor und schnitt im kicker-Notendurchschnitt bei 3,75 ab. In den letzten drei Partien stand er immer in der Startelf. Baumgart muss nun Plan B aupacken: Entweder er rückt mit Kevin Möhwald oder Genki Haraguchi nach, oder er stellt um auf Doppelsechs mit Khedira und Tousart. Beide Varianten haben Tücken.
Die nächste Gelegenheit für Schäfer, wieder aufzulaufen, ist das Heimspiel gegen St. Pauli am 5. April. Bis dahin bleiben zwei riskante Aufgaben, in denen Union Punkte braucht, um nicht in den Strudel zu geraten. Die Lage ist klar: Wer jetzt patzt, rutscht Richtung Relegation. Schäfer kann nur hoffen, dass seine Kollegen die Kurve kriegen – ohne ihn.
