Milan: teure verspätungen kosten die rossoneri eine stange!
Der AC Milan hat sich in dieser Saison eine teure Angewohnheit zugelegt: das ständige Zuspätkommen. Nicht nur zum Spielbeginn, sondern auch in der Halbzeitpause sorgt das Verhalten der Mannschaft für empfindliche Strafen, die sich mittlerweile auf stolze 132.000 Euro belaufen. Einmal mehr zeigt sich, dass Pünktlichkeit offenbar nicht zur Kernkompetenz der Mailänder gehört.

Maignan und rabiot als spitzenreiter der verspätung
Während die Konkurrenz bereits auf dem Platz steht und das Publikum sich auf das Spielgeschehen einstimmt, lässt der AC Milan sich Zeit. Besonders Maignan und Rabiot scheinen das Tempo diktieren zu wollen, und die Strafen der Liga schmerzen. Die Summe von 132.000 Euro ist ein deutlicher Weckruf für den Verein und ein gefundenes Fressen für die italienischen Sportmedien.
Die Ursachen für die Verspätungen sind vielfältig. Lange Analysen zur ersten Halbzeit, taktische Umstellungen oder vielleicht auch ein gewisser Hang zur Theatralik – die Gründe könnten genauso zahlreich sein wie die aufgestellten Strafen. Doch Fakt ist: die Zeit vergeht, und das Geld geht.
Ein Blick auf die Strafen: Neben dem aktuellen Strafbetrag von 25.000 Euro gegen Napoli, hat der AC Milan in dieser Saison bereits eine lange Liste von Verwarnungen angehäuft. 4.000 Euro gegen Lecce, 5.000 Euro gegen Bologna, 3.000 Euro gegen Udinese, 8.000 Euro gegen Roma, 10.000 Euro gegen Verona und Fiorentina, weitere 10.000 Euro gegen Lecce, 15.000 Euro gegen Roma, 20.000 Euro gegen Parma, 22.000 Euro gegen Inter – die Summe ist beeindruckend.
Doch wo landen die gesammelten Strafgelder? Ein Großteil fließt an die Lega, die das Geld für soziale Zwecke einsetzt. Die internen Strafen, die für zu spät zum Training oder Regelverstöße verhängt werden, landen hingegen auf dem Tisch des Vereins und werden für einen ganz besonderen Zweck verwendet: ein luxuriöses Dinner im Hotel Gallia. Eine Siebziger-köpfige Delegation aus Spielern, Staff und Funktionären ließ es sich gut gehen, finanziert durch die Verspätungs-Kasse.
Es bleibt abzuwarten, ob die Rossoneri ihre Zeitmanagement-Probleme in den Griff bekommen. Während Max Allegri einst den Mantra „Halma“ pflegte, scheint sich der AC Milan lieber auf teure Verspätungen und extravagante Mahlzeiten zu konzentrieren. Ein teures Vergnügen, das die Kasse des Vereins strapaziert und die Fans gleichermaßen amüsiert wie frustriert.
Die Ironie des Schicksals: Während die Mannschaft sich Zeit nimmt, kämpft sie um die Qualifikation für die Champions League. Ob die teuren Verspätungen am Ende die sportlichen Ziele gefährden, wird sich zeigen. Fest steht: Milan spart lieber an Pünktlichkeit als an einem edlen Tropfen Rotwein.
