Milan kassiert rekordstrafen: was passiert mit dem geld?

Der AC Milan hat sich in dieser Saison teuerste Strafen für Verspätungen geleistet. Während die Erfolge auf dem Platz überzeugen, sorgt das Verhalten der Mannschaft beim Einlaufen ins Stadion für Kopfschütteln und leere Kassen. Doch wohin fließt das eingenommene Geld wirklich?

Die zeit läuft ab: milan-spieler quälen schiedsrichter

Es ist schon eine kuriose Situation: Der AC Milan scheint die Einhaltung des Spielbeginns als eine Art sportliche Herausforderung zu betrachten. Wieder und wieder werden die Schiedsrichter auf die Nerven gehen, indem die Mannschaft zu spät ins Stadion kommt oder die Halbzeitpause unnötig in die Länge zieht. Gegen den SSC Neapel handelte Milan eine Strafe von 25.000 Euro ein – und das ist längst nicht die einzige. Die Summe von 132.000 Euro, die in dieser Saison bereits fällig wurde, ist beispiellos.

Maignan und Rabiot führen die Riege der Verursacher an, aber die Problematik zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. Von Lecce bis Verona, von Rom bis Parma – überall gab es Verspätungen, die teuer zu Bußen waren. Selbst die ansonsten so souveräne Mannschaft von Trainer Max Allegri scheint sich nicht immer an die Zeitvorgaben zu halten. Ein Mantra, das Allegri immer wieder betont, scheint offenbar nicht bei allen auf fruchtbaren Boden zu fallen.

Wo landen die strafgelder?

Wo landen die strafgelder?

Die Frage, wohin das eingenommene Geld fließt, ist ebenso interessant wie die Ursachen für die Verspätungen. Ein großer Teil geht an die Liga, die die Gelder für soziale Zwecke einsetzt. Bei internen Strafen, die Milan für unpünktliche Spieler oder andere Verfehlungen verhängt, sieht die Sache anders aus. Ein Teil dieser Gelder fließt in die Kasse des Teams – und wird für kulinarische Genüsse verwendet! Ein Luxus-Dinner im Hotel Gallia in Mailand, finanziert durch die Strafgelder, sorgte für Aufsehen. Rund 70 Personen, darunter Spieler, Trainer und Mitarbeiter, ließen sich bei einem opulenten Festmahl verwöhnen. Der Rechnungsbetrag? Wahrscheinlich nicht für schwache Nerven geeignet.

Es bleibt abzuwarten, ob Milan die Lehren aus dieser Situation zieht und in Zukunft pünktlicher auf dem Spielfeld erscheint. Denn eines ist klar: Die Strafen sind nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern auch ein Imageschaden. Und während die Mannschaft auf dem Platz glänzt, sollte sie auch abseits des Rasens ein professionelles Verhalten zeigen. Die nächste Saison steht bevor – und es bleibt zu hoffen, dass die Uhren bei Milan dann doch etwas besser stimmen.