Milan: saftige strafen für ständiges zuspätkommen!
Der AC Milan, bekannt für seine sportlichen Erfolge, hat sich in dieser Saison auch einen Namen für eine andere Art von Rekord gemacht: die höchsten Geldstrafen der Serie A. Nicht wegen mangelnden Könnens auf dem Platz, sondern wegen chronischem Zuspätkommen. Ein Verhalten, das den Verein bereits 132.000 Euro gekostet hat – und das könnte nur der Anfang sein.

Die uhr tickt: maignan und rabiot als hauptverantwortliche
Die Probleme begannen bereits bei den Einläufen vor dem Spiel gegen den SSC Neapel. Zwei Minuten Verspätung zum Spielbeginn und weitere drei Minuten im Laufe der zweiten Halbzeit – das schlug hart durch. Und die Hauptverantwortlichen? Torwart Mike Maignan und Mittelfeldspieler Rabiot. Ihre Angewohnheit, sich Zeit zu lassen, hat bereits für hohe Strafen gesorgt. Ein Verhalten, das Trainer Max Allegri sicherlich nicht gut findet, der bekanntermaßen ein großer Verfechter von Pünktlichkeit ist – „Halma!“, soll er immer wieder brüllen.
Aber wo landen all diese Gelder? Die Strafe fließt an die Lega, die sie für soziale Zwecke einsetzt. Anders sieht es bei den internen Strafen aus, die der Verein für zu spät zum Training Kommen oder Verstoß gegen Verhaltensregeln verhängt. Diese Gelder fließen in etwas wirklich Besonderes: das alljährliche Festessen des gesamten Teams.
Ein kulinarischer Genuss auf Kosten der Verspätungen
Im Februar dieses Jahres verwöhnte sich der gesamte Kader, inklusive Staff, Magazzinieri und Führungskräften, in einem luxuriösen Abendessen im Hotel Gallia in Mailand. Die Rechnung? Wahrscheinlich schwindelerregend. Ein teurer Spaß, der aber zumindest für gute Stimmung sorgt. Und Trainer Allegri kann sich sicher sein: Wenn es so weitergeht, kann er bald einen edlen toskanischen Wein für vierstellige Beträge bestellen, ohne sich allzu viele Gedanken machen zu müssen.
Doch die Verspätungen sind nur ein Symptom eines größeren Problems. Maignans sorgfältiges Aufbinden der Handschuhe, Rabiots akribische Kordel-Anpassung, Leaos entspanntes Schlendern – all diese kleinen Rituale verzögern den Ablauf zusätzlich. Hinzu kommen die langen Gespräche im Spind, die die Zeit vor dem Spiel unnötig in die Länge ziehen. Die Summe dieser Faktoren erklärt die hohen Strafen auf bemerkenswerte Weise.
Die Geschichte von Roma-Milan im Januar dieses Jahres unterstreicht die Disziplinprobleme zusätzlich. Schiedsrichter Colombo musste Maignan mehrfach auffordern, die Treppe des Stadions zu verlassen. Ein amüsantes Ping-Pong-Spiel, das die mangelnde Pünktlichkeit des Milan verdeutlichte. Und wer erinnert sich nicht an Mourinho, der in Benfica-Real Madrid angeblich die zweite Halbzeit verzögerte, um die Champions-League-Tabelle im Blick zu behalten? Eine Taktik, die, obgleich offiziell bestritten, in der Welt des Fußballs nicht unbekannt ist.
Die Milan-Verantwortlichen sollten sich also eines bewusst sein: Pünktlichkeit ist nicht nur eine Frage der Höflichkeit, sondern auch eine Frage der Professionalität. Denn wer auf dem Platz schnell sein will, sollte auch außerhalb des Platzes die Zeit im Blick haben. Sonst drohen noch höhere Strafen und ein teureres Festessen!
